Es kann nur einen geben

Edgar Steinfelder

Von Edgar Steinfelder

Di, 15. November 2016

Tischtennis

Perfekter Sport und super Show: Timo Boll gewinnt den Tischtennis-Super-Cup in Schopfheim.

TISCHTENNIS. Der deutsche Tischtennis-Weltklassespieler Timo Boll ließ nichts anbrennen. Bei der Tischtennis-Gala um den Supercup in der mit 500 Besuchern ausverkauften Friedrich-Ebert-Sporthalle in Schopfheim gewann er in überlegener Manier.

Boll sicherte sich im Endspiel gegen den portugiesischen Vorjahres-Vizeeuropameister Marcos Freitas aus Portugal den Pokal und das Preisgeld. Dem fachkundigen Publikum, überwiegend Tischtennis-Aktive aus Vereinen der Hochrheinregion und der Schweiz, boten die sechs Turnierakteure einen großartigen Mix aus perfektem Sport und exzellenter Show. Boll, Freitas, der Bundesliga-Profi Wang Xi vom TTC Fulda-Maberzell, die beiden schwedischen Ex-Weltmeister Jan-Ove Waldner und Jörgen Persson sowie der tschechische Altinternationale Petr Korbel lieferten sich Duelle auf höchstem sportlichen Niveau, streuten aber auch immer wieder Showeffekte ein.

Beim hart umkämpften Match der ersten Dreiergruppe um den Einzug ins Finale zwischen dem deutschen Ausnahmespieler und Offensivkünstler Boll und dem Abwehrstrategen Wang Xi glänzten beide Akteure mit herrlichen Ballpassagen. Schließlich setzte sich Boll mit einem fulminanten Endspurt im fünften Satz durch und stand somit als Endspielgegner fest.

Was Boll dann im Endspiel gegen Marcos Freitas an Weltklasseschlägen zelebrierte, war erste Güte. Von den Zuschauern gab es für diese Topleistung notorischen Szenenapplaus. Boll ließ seinem Endspielgegner Freitas in drei überlegen gestalteten Sätzen keine Chance. Das Publikum feierte den Tischtennis-Weltstar mit stehenden Ovationen. Und der BZ gegenüber bestätigte Timo Boll, dass er sich momentan topfit fühle und die leichten Nackenprobleme, die ihn zur Aufgabe im Halbfinale der Europameisterschaft zwangen, völlig ausgeheilt seien. Auf die Heim-WM in Düsseldorf freue er sich ganz besonders, erklärte Timo Boll. Auf seine Chancen auf einen Medaillenrang angesprochen meinte er, dass er natürlich sein Bestes geben werde, gleichzeitig aber auch wisse, dass er dieses Ziel nur in allerbester Form erreichen könne.

Ab Januar wird Boll gezielt für die Weltmeisterschaft trainieren und dazu auch einige Chinesen als Trainingspartner einladen. Selbstverständlich werden das aber keine chinesischen Spieler aus dem aktuellen Nationalkader sein. Auch ein Trainingslager mit dem Bundestrainer sowie mit deutschen Spitzenspielern stehe auf dem Programm. Jedenfalls fühle er sich derzeit in bester Verfassung und hoffe, dass dies bis zur Weltmeisterschaft so bleibe.