Ringen

Eschbacher Ringer gewinnen das Kellerduell, kündigen jedoch den Rückzug aus Liga zwei an

tfe

Von tfe

Sa, 26. November 2016 um 22:55 Uhr

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Hiobsbotschaft aus dem Dreisamtal. Die Ringer des SV Eschbach 1967 haben mit dem 28:5-Erfolg über Schlusslicht SV Untergriesbach den Klassenerhalt so gut wie geschafft, ziehen sich aber aus wirtschaftlichen Gründen aus der zweiten Liga zurück.

Die Mienen sprachen schon vor dem ersten Mattenduell Bände. Kurz vor dem Kampf informierte der Vorsitzende Matthias Martin die Mannschaft über den Rückzug aus der zweiten Ringer-Bundesliga. "Wenn kein Wunder geschieht, werden wir in der kommenden Runde in der Verbandsliga ringen", sagte Martin sichtlich bekümmert. Schon in dieser Saison werde man mit einem Minus die Runde beenden, "und bevor der Wagen ganz an die Wand gefahren wird, ziehen wir die Reißleine", begründet der Frontmann der Eschbacher diese Maßnahme.

Einseitiges Mattenduell der Kellerkinder

Gerungen wurde aber auch noch. Wer geglaubt hatte, dass die Gäste aus Untergriesbach in diesem vorentscheidenden Kampf noch alles in Waagschale werfen würden, sah sich getäuscht. Alle ausländischen Ringer ließen die Niederbayern schön zu Hause, und das Geschehen auf der Matte wurde im Aufsteigerduell zu einer doch einseitigen Angelegenheit für die Eschbacher. Die drei ersten Duelle entschieden die Athleten von Wolfgang Radmacher vorzeitig. Die Arbeitszeit von Fliegengewichtler Nick Scherer gegen Johannes Steinberger betrug 2:17 Minuten, Schergewichtler Andreas Benitz benötigte im Kampf gegen Thomas Hartl 1:53 Minuten, und Bantamgewichtler Lasha Talakhadze hatte nach 2:58 Minuten seine Aufgabe gegen Christoph Fenzl erfolgreich gelöst. Den ersten Gästepunkt errang Erkan Celik im Halbschwergewicht gegen Danilo Bosnic. Zwei weitere folgen im darauffolgenden Leichtgewichtskampf, hier siegte der Untergriesbacher Vitali Lazovski mit 5:0 Punkten gegen Nasko Georgiev.

Nach der Pause dominierten erneut die Gastgeber. Manuel Läufer ließ im Freistil-Mittelgewicht nichts anbrennen und feierte gegen Andreas Buchelmann einen technisch überhöhten Sieg. Keine halbe Minute dauerte es dann, ehe Freistil-Leichtgewichtler Eduard Semke seinen Gegner Johannes Lenz auf beiden Schultern hatte. SVE-Creco-Mittelgewichtler Julian Steinbach musste Michael Widmayer mit einer 0:4-Punktniederlage den Vortritt lassen. Bei den beiden Weltergewichtskämpfen stieg der Lärmpegel in der mit 250 Zuschauern besetzten Mehrzweckhalle. Zunächst schulterte Manuel Rombach Christoph Überreiter nach 1:58 Minute, und bei Mario Läufer dauerte es ein bisschen länger, für ihn stand nach 2:16 Minuten ein technisch überhöhter Sieg gegen Florian Unfried zu Buche.

Am Sonntag Derby gegen den ASV Urloffen

Am Sonntag, 15 Uhr, fahren die Eschbacher ihre zweite Schicht. Dann kommt zum Derby der Tabellenvierte ASV Urloffen. Die Gäste kamen am Samstag zu Hause zu einem 17:6-Erfolg über den TSV Westendorf.

RKG Freiburg verliert knapp gegen Hallbergmoos

Die Zweitliga-Ringer der RKG Freiburg mussten sich zu Hause dem Tabellenzweiten SV Hallbergmoos knapp mit 12:14 Punkten geschlagen geben.

"Im Hinkampf war es ein Punkt, jetzt waren es zwei", sagte ein nicht unzufriedener RKG-Coach Luigi Tascillo, denn in "kämpferischer Hinsicht hat meine Mannschaft alles gegeben". Das Manko der Freiburger lag in den schweren Gewichtsklassen, die fast allesamt an die Bayern gingen. "Das war von vorneherein klar, dass Hallbergmoos in diesen Klassen bockstarke Leute hat", sagte der Freiburger Übungsleiter. So mussten die Leichtgewichte für die Freiburger Punkte sorgen. "Fliege" Krasimir Krastanov kam gegen Rene Winter zu einem 11:1-Punktsieg, und beiden RKG-Leichtgewichtler Amiran Shavadze und Manuel Wolfer steuerten sieben der zwölf RKG-Zähler bei. Ebenso war wieder Verlass auf Greco-Weltergewichtler Rainhold Kratz, er bezwang Michael Prill mit 6:0 Punkten. "Es war ein Kampf auf Augenhöhe, nur Kleinigkeiten machten den Unterschied", so Tascillo.

Auch der Tabellensechste aus Freiburg muss an diesem Wochenende zweimal ran. Ihn verschlägts in Frankenland zum Tabellennachbarn Rangsiebten SV Johannis Nürnberg.