Ein Aushängeschild

Eberhard Weiß

Von Eberhard Weiß

Di, 10. Dezember 2013

Waldkirch

Fechtabteilung jetzt "Zentrum für Nachwuchs-Leistungssport".

WALDKIRCH. Die Fechtabteilung des Sportvereins Waldkirch (SVW) hat vom Deutschen Fechterbund (DFB) das Prädikat "Zentrum für Nachwuchs-Leistungssport" erhalten. In einer Feierstunde im Orgelbauersaal wurde dazu eine Schrifttafel von Markus Hartelt von der Arbeitsgemeinschaft Fechten in Baden-Württemberg an Andreas Haasis-Berner, den Vorsitzenden der Fechtabteilung des SVW, überreicht, die am Trainingsort aufgehängt werden kann.

Die Verleihung ist Ergebnis einer bundesweiten Umfrage. Nach dieser hatte der DFB neun Vereine aus ganz Deutschland, die im Degenfechten aktiv sind, für das Prädikat "Zentrum für Nachwuchs-Leistungssport" ausgewählt, darunter die Fechtabteilung Waldkirch. "Diese Auszeichnung", so Andreas Haasis-Berner, "ist aber in besonderem Maße ein Spiegel der bisherigen sportlichen Erfolge" und sei den Erfolgen der Sportlerinnen und Sportler der vergangenen 57 Jahre zu verdanken. Zugleich sei das Prädikat Verpflichtung für eine gute Ausbildung des Nachwuchses.

Haasis-Berner dankte den Aktiven und den Trainern, von Sepp Mack und Aubert Sirjean bis Jörg Ruppenthal und Andy Langenbacher. Er würdigte ebenso die Überlassung der Hallen durch die Stadt und den Landkreis, denn nur dadurch sei es möglich, ein breites Angebot für den Nachwuchs und ein gezieltes, leistungsbezogenes Training für die besonders ehrgeizigen und erfolgreichen Sportler anzubieten und regionale, nationale und internationale Turniere und Meisterschaften zu veranstalten. 31 Weltcups im Damenflorett sowie sieben Deutsche Meisterschaften wurden bislang in Waldkirch ausgefochten. Dank sagte der Vorsitzende aber auch dem SV Waldkirch, den Sponsoren und dem Förderverein für die Unterstützung und großzügige Hilfen. Das Prädikat des DFB ist nicht mit einer finanziellen Förderung verbunden oder sonstigen Vorteilen verbunden.

Hinrich Ohlenroth, Erster Landesbeamter, und Oberbürgermeister Richard Leibinger würdigten das Engagement der Fechter. Leibinger ging in seiner Dankesrede auch auf die Situation der Schüler ein, denen durch hohe schulische Belastung kaum noch Zeit für Training bleibe. Er schlug vor, dass innovative Formen des Sportunterrichts gefunden werden. So könnten gerade an Zentren für den Nachwuchs-Leistungssport Schüler vom Pflicht-(schul-)sport befreit werden, um diese Zeit für das Training zu verwenden. Diesen Gedanken nahm Sabine Wölfle, SPD-Landtagsabgeordnete, in ihrem Grußwort – das sie zugleich für ihre Kollegen im Bundestag, Johannes Fechner (SPD) und Peter Weiß (CDU) – sprach, auf. Weitere Grußworte gab es von den Vertretern des Badischen Sportbundes, vom südbadischen Fechterbund und Axel Lahmann, dem Vorsitzenden des SVW.

Einen interessanten Schaukampf lieferten sich zum Schluss der Veranstaltung Daniel Berner und Daniel Sittler. Die Deutsche Meisterschaft der A-Jugend Herren findet übrigens am 24./25. Mai 2014 in Waldkirch statt.