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08. Februar 2012
Finanzspritze zeigt positive Wirkung
Südbadischen Reiter treffen sich in Offenburg und ziehen Bilanz: Leichter Mitgliederrückgang von 1,04 Prozent.
REITSPORT. Gut zwei Stunden veranschlagte der Präsident des Südbadischen Pferdesportverbands, Harald Guhl, für das Abarbeiten von 14 Tagesordnungspunkten bei der Jahreshauptversammlung, die während der Baden Classics in Offenburg abgehalten wurde. Im Mittelpunkt stand die Rede des Regionalpräsidenten Guhl, der grundsätzliche Gedanken über die Zukunft der Reitvereine im Vergleich zu den privat geführten Pferdebetrieben in den Raum stellte.
Keine Versammlung ohne Formalitäten: In einer Nachtragswahl wurde Thomas Panther zum neuen Schatzmeister des Pferdesportverbands Südbaden gewählt. Der 45-jährige Banker stammt aus einer Reiterfamilie und ist für den RV Gengenbach im Springsattel gesessen. Der bisherige Kassier Daniel Armbruster (Schutterwald) ist aus beruflichen Gründen vom seinem Amt zurückgetreten und wird künftig als Kassenprüfer weiterhin für den Regionalverband tätig sein.Harald Guhl berief im Rahmen der Mitgliederversammlung zehn Nachwuchsreiter in den Regionalkader und überreichte ihnen entsprechenden Turnierjacken samt Emblem des Pferdesportverbands Südbaden. Außerdem gab Guhl die Namen der neuen Regionaltrainer bekannt, die die Mitglieder noch im Amt bestätigen mussten. Rolf Saar aus Bühl tritt die Nachfolge von Albert Meier an und ist Regionaltrainer Fahren. Hans Duffner wird sich künftig um die Belange der Vielseitigkeitsreiter kümmern und übernimmt das Amt von Jürgen Allgöwer. Erstmals ist wieder für den Vierkampf mit Sabine Gassner aus Gottmadingen ein Regionaltrainer benannt. Damit soll die Sparte Vierkampf (Rennen, Schwimmen, Springen und Dressur) wieder mehr in den Blickpunkt des Reitsports gerückt werden.
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Außer dem Stühlerücken standen neben dem Bericht des Schatzmeisters Daniel Armbruster ("ein positives Geschäftsjahr samt solider Finanzstrukturen") der Rapport des Geschäftsführers, Martin Frenk ( "das Jahr 2011 war ein gutes Jahr für uns") im Mittelpunkt der Sitzung. Frenk sagte auch: "Im sportlichen Bereich haben unsere Aktiven im Konzert der Großen sowohl auf Landes- teilweise auch auf Bundesebene ein gewichtiges Wort mitgespielt", und nannte dabei Namen wie Hansi Dreher. Damit bestätige Frenk, was der Präsident des Baden-Württembergischen Pferdesportverbands, Gerhard Ziegler, in der Sitzung betonte, "wir in Baden-Württemberg müssen uns mit unseren sportlichen Erfolgen nicht vor den anderen verstecken". Damit habe, so Frenk, die Finanzspritze des Pferdesportverbands Südbaden von mehr als 38 000 Euro in über 50 Lehrgänge sowie über 25 000 Euro in weitere reitsportliche Aktivitäten "positive Wirkung" gezeigt. Der Geschäftsführer des Regionalverbands lobte dabei die Anstrengungen der Reiterringe und Vereine in der "Entwicklung von neuen Ideen, um Pferdesportveranstaltungen weiter zu entwickeln und noch interessanter zu gestalten". Reitsport stehe mehr denn je in Konkurrenz zu anderen Sportarten, was in den allgemeinen Mitgliederbewegungen deutlich werde. Im Vergleich zu anderen Sportarten stehe der Regionalverband mit einem Rückgang von 1,04 Prozent "noch ganz gut da", so Frenk.
Während die Reitervereine rückläufige Mitgliederzahlen zu verzeichnen haben, haben die Pferdebetriebe Zulauf, so Guhl, "und das, obwohl die Reitstunden teurer sind als im Verein." Kein Verständnis für diese Entwicklung zeigte Guhl. Er verwies darauf, dass nur Mitglieder eines Reitvereins vollumfänglichen Versicherungsschutz durch eine Mitgliedschaft im Regionalverband hätten. An die Vorsitzenden der Reitvereine ging deshalb der Appell "noch mehr Ideen und noch mehr Engagement bei der Werbung neuer Mitglieder zu entwickeln". Außerdem forderte Guhl eine "Annäherung" an die privat geführten Pferdebetriebe. Und drittens: Vereine sollen Freizeitreiter mehr in den Blickpunkt nehmen. Ein erster Schritt in diese Richtung kann der Freizeitreiter-Cup sein, den der Breitensport-Beauftragte Roland Kaiser vorstellte.
Autor: Bettina Schaller
