Erfolg unter Schmerzen

Christian Engel

Von Christian Engel

Di, 16. Januar 2018

Hockey

Hockeyspielern gelingen erste Siege / Frauen spielen Remis.

HOCKEY (chen). Regionalliga Männer: 1844 Freiburg – Münchner SC II 10:7; 1844 Freiburg – ASV München 3:2. Die Freude über den ersten Saisondreier sah so aus: zum Publikum klatschen, auf den Boden sinken, versuchen zu atmen, danach Faszienrolle. Die Hockeyspieler von 1844 hätten gern Jubelsprünge aufgeführt, aber das war aus zwei Gründen nicht möglich. Erstens drohten die Oberschenkel damit, bei weiterer sportlicher Tätigkeit auszuwandern. Zweitens sind drei Punkte schön, aber wenn man dennoch sechs Punkte hinter einem Nichtabstiegsplatz liegt, muss man nicht gleich ausflippen, als wäre soeben die Sonne nach vier Wolkenmonaten rausgekommen. Der MSC spielte 60 Minuten lang ohne Torwart, also in Überzahl. 1844 kam daher vorerst nur bei Strafecken zu Chancen – und zu Toren. Patrick Schütze verwandelte vier. Hinzu kamen Konter, die Freiburg meist erfolgreich im leeren Tor unterbrachte. Es trafen Tobias Wagner (dreimal), Leon Martini, Veit Wasserfuhr und David Ganss. Defensiv wurde geackert: Die Freiburger Stürmer liefen Räume zu, da hätte sich Forrest Gump noch was abgucken können. So war das Team gegen Ende am Ende – und auch noch am nächsten Tag gegen den ASV München. Zur Pause lag Freiburg nur 1:2 zurück, weil die Gäste zwei Siebenmeter verschossen hatten. Nach dem Wechsel taten sich für 1844 mehr Räume auf, die Wagner und Wasserfuhr nutzten.

Verbandsliga Frauen: 1844 Freiburg – TSV Ludwigsburg 4:4. Dämpfer im Kampf um den Aufstieg: Freiburg war besser, Ludwigsburg effektiver. Die Gäste führten nach drei Chancen mit 3:1. Erst nach der Pause war 1844 zielstrebiger, glich rasch aus, kassierte prompt aber wieder ein Gegentor. Erst kurz vor Schluss gelang der Ausgleich. Für 1844 trafen: Theresa Kehl (2), Kyra Wider und Alva Arnold.