Meister des Unentschiedens

Christian Engel

Von Christian Engel

Mi, 09. Mai 2018

Hockey

Drei-Punkte-Wochenende für Freiburger Hockeyteams.

HOCKEY (chen). Ein Drei-Punkte-Wochenende klingt natürlich erst einmal fantastisch. Auf den zweiten Blick kann die Euphorie aber von folgendem Fakt getrübt werden: dass die drei Punkte in drei Spielen gesammelt wurden. Vorhang auf für die Unentschieden-Meister: die Freiburger Hockeyteams.

Regionalliga Männer: Wacker München – 1844 Freiburg 3:3; Münchner SC – 1844 Freiburg 2:2. Hätte man den Freiburger Hockeymännern vor dem Wochenende gesagt, sie würden zwei Punkte aus München mitnehmen, sie hätten es direkt unterschrieben. Es ging mit dezimierter Truppe erstens zum Zweiten (Wacker München), zweitens zum Ersten (Münchner SC). Was in beiden Spielen gleich war: Freiburg führte früh 2:0 (jeweils zwei Tore von Paul Schewe und Leon Martini). In der Folge war das Team von Trainer Patrick Schütze allerdings – wie immer in der Saison – zu passiv, bekam zu leichte Gegentore oder unnötige Strafecken. Gegen Wacker traf noch Stürmer Julian Beck. "Zwei Punkte sind völlig okay", findet Trainer Schütze. "Wir müssen im Kampf um den Klassenerhalt weiter jeden Punkt mitnehmen, den wir bekommen können."

Oberliga Frauen: Mannheimer HC II – 1844 Freiburg 1:1. Die Torhüterin von 1844 Freiburg wird in Fachkreisen auch "La Pantera" genannt, auf Deutsch in etwa: "Frau Panther" oder ohne Gender-Touch: "Der Panther". Warum Carlita Stauber so gerufen wird, bewies sie gegen Mannheim. Wie eine Raubkatze krallte sie sich die Bällchen, gierig, gefräßig: Da hätte jeder Originalpanther anerkennend mit dem Schwanz gewedelt. La Pantera jedenfalls war es zu verdanken, dass es zur Pause nur 0:1 stand. Auch nach der Pause vereitelte sie etliche Großchancen – und vorne machte ihr Team nach Tohuwabohu im gegnerischen Schusskreis den Ausgleich (Alva Arnold). Durch den Punkt sicherte sich Freiburg vorzeitig den Klassenerhalt. Schöne Aussichten vor dem Heimspiel am Donnerstag, 12 Uhr, gegen den TSV Mannheim II.