Nur kurz berauscht

Christian Engel

Von Christian Engel

Mi, 20. Dezember 2017

Hockey

1844-Hockeymänner verlieren, Frauen schnuppern an der Spitze.

HOCKEY (chen). Regionalliga Männer: 1844 Freiburg – SSV Ulm 4:5. Als Paul Schewe nach zwei Minuten zum 1:0 trifft, setzen beim Publikum die Reaktionen automatisch ein: Hände klatschen, Stimmbänder formen Wuuuhuuus, Fäuste ballen sich. Die Glückshormone sind gerade dabei, die Seele zu umarmen, als der Verstand sich zu Wort meldet. Der erinnert daran, wie es in den meisten der bisherigen Saisonspielen ablief: Nach einer frühen Führung verlor Freiburg am Ende trotzdem. Also Ball flachhalten, sagt der Verstand. Spielverderber, zischen die Glückshormone erbost.

Als hätte es der Verstand geahnt: 1844 nutzt nach dem 1:0 keine seiner fünf Hochkaräter, um zu erhöhen. Stattdessen trifft Ulm zweimal nach Konter und Strafecke. Tobias Wagner gleicht aus. Patrick Schütze und Leon Martini bringen Freiburg nach dem Wechsel zweimal in Führung, Ulm kommt jedes Mal zurück – und trifft 70 Sekunden vor Schluss zum 5:4. Freiburg wartet auf seinen ersten Sieg.

Verbandsliga Frauen: Mannheimer HC III – 1844 Freiburg 3:5. Alva Arnold brachte 1844 per Ecke in Führung, Ada Haas und zweimal Inga Bartels sorgten für die 4:2-Halbzeitführung. Nach dem Mannheimer Anschlusstreffer schwamm Freiburg, bis Alva Arnold eine Viertelstunde vor Schluss zum 5:3 traf. 1844 liegt als Dritter nur einen Punkt hinter Tabellenführer Stuttgart.