Im Würgegriff des Abstiegskampfes

tfe

Von tfe

Fr, 25. November 2016

Ringen

Entscheidende Heimkämpfe für Eschbacher Zweitligaringer / RKG Freiburg erwartet Hallbergmoos.

RINGEN (tfe). Am Wochenende fahren die Zweitliga-Ringer der RKG Freiburg und des SV Eschbach 1967 wieder eine Sonderschicht. Die Freiburger erwarten am Samstag, 19.30 Uhr, den Rangzweiten SV Hallbergmoos und müssen tags darauf in Nürnberg antreten. Der Aufsteiger aus dem Dreisamtal hat gleich zweimal Heimrecht gegen den SV Untergriesbach (Samstag, 19.30 Uhr) und ASV Urloffen (Sonntag, 15 Uhr).

Dabei kommt der Begegnung am Samstag in der Eschbacher Mehrzweckhalle eine besondere Bedeutung zu. Im Duell der Kellerkinder treffen die Ringer von SVE-Coach Wolfgang Radmacher als Vorletzte mit vier Punkten auf den punktlosen Tabellenletzten SV Untergriesbach. Die Niederbayern haben den Kampf um den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben und wollen in dem vorentscheidenden Mattenduell der beiden Aufsteiger ihre letzte Chance beim Schopfe packen. Mit einem Sieg der Bayerwaldringer wäre noch alles offen. Die Gastgeber ihrerseits könnten mit einem Erfolg der Ligazugehörigkeit einen gehörigen Schritt näherkommen. Im Vorrundenkampf behielten die Eschbacher Riknger mit 20:12 die Oberhand

SVE-Teammanager und Schwergewichtler in Personalunion, Andreas Benitz, stapelt jedoch tief: "Mit der Mannschaft, die jetzt noch übrig geblieben ist, wird es schwieirig, aus eigener Kraft, noch was Großes zu reißen", erklärt er. Benitz spielt auf das große Verletzungspech an, das den Neuling zuletzt ereilte und dem Eschbacher Kader eine unfreiwillige Schrumpfkur verabreichte. So ist mit der Aufstellung zu rechnen, die sich am vergangenen Kampftag bei der 11:16-Niederlage mit fünf Einzelsiegen beim Tabellenführer Wacker Burghausen achtbar aus der Affäre gezogen hat. "Gegen Spitzenteams wie Burghauen, Hallbergmoos und Triberg machen wir tolle Kämpfe und haben sogar Siegchancen, doch gegen die direkte Konkurrenz aus Nürnberg und Westendorf gehen wir sang- und klanglos unter", weiß Benitz und legt damit das Manko der Eschbacher offen. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt, "und wir werden in beiden Kämpfen alles in die Waagschale werfen, und versuchen das fast Unmögliche noch möglich zu machen und zu gewinnen", so Benitz.

RKG-Coach Luigi Tascillo hegt keine guten Erinnerungen an den Vorrundenkampf in Hallbergmoos am 1. Oktober. Bei der knappen und äußerst unglücklichen 9:10-Niederlage kassierte der Freiburger Übungsleiter von Mattenleiterin Saskia Buchwald die Rote Karte und war für den anschließenden Heimkampf gegen Nürnberg gesperrt. "Da wurden wir verschaukelt", grollt Tascillo immer noch, doch er hat zurzeit andere Sorgen. "Pavel Burla und Maximilian Remensperger fallen definitiv aus. Viktor Reh ging zwar in Westendorf auf die Matte, aber so ganz hundertprozentig fit ist er nicht", sagt Tascillo mit sorgenvoller Miene. Doch Bangemachen gilt nicht, das Unentschieden in Westendorf gibt ihm Hoffnung, ("da hätten wir gewinnen können") um auch gegen den Tabellenzweiten zu bestehen. Am nächsten Morgen heißt es dann früh aus den Federn, denn der nächste Wettkampf wartet um 15 Uhr bei Johannis Nürnberg. Die Freiburger degradierten die selbsternannten Grizzlys in der Vorrunde zu harmlosen Kuschelbären und fügten den Franken eine schmerzhafte 4:18-Niederlage zu. Doch im heimischen Gehege wollen die Grizzlys wesentlich bissiger agieren, um die Schmach in der St. Georgener Festhalle zu tilgen.