Abruptes Saisonende für Merdingen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 21. September 2017

Inline-Skaterhockey

Inlineskaterhockeyspieler vom Tuniberg verlieren letztes Rundenspiel gegen Spaichingen und verpassen die Zweitliga-Playoffs.

INLINESKATERHOCKEY (BZ/mat). Das Aus traf die Spieler des HC Merdingen mit der Wucht eines Schlagschusses aus kurzer Entfernung. Im letzten Saisonspiel der zweiten Bundesliga Süd verloren die Panthers zu Hause gegen die Badgers Spaichingen mit 6:9 (2:5, 3:1, 1:3) und purzelten damit in der Tabelle von Platz eins auf drei. Damit verpassten die Tuniberger, über weite Strecken der Saison Tabellenführer, die Playoffs. Ligakonkurrent RSC Breisgau Beasts Freiburg beendete die Spielzeit mit einem versöhnlichen 12:4-Erfolg gegen Deggendorf als Tabellensechster.

HCM-Trainer Anton Bauer schickte das gleiche Team aufs Feld, das in der Vorwoche gegen den ERC Ingolstadt einen klaren 15:2-Erfolg eingefahren hatte. In den ersten zehn Minuten tasteten sich beide Mannschaften ab, ehe die Badgers aus Spaichingen in Überzahl durch Julian Sauter in Führung gingen. Es folgte nur drei Minuten später ein Doppelschlag der Gäste durch Gianluca Bisceglia und Youngster Leon Wientges.

Der Merdinger Alexander Kinderknecht brachte den HCM wieder auf 1:3 heran. Dennoch konnten die Panthers die Nervosität nicht ablegen und kassierten kurz darauf das 1:4 und 1:5. David Lösch gelang kurz vor der Pause immerhin noch der Treffer zum 2:5. Nach einer deutlichen Pausenansprache kamen das Gastgeber auf Touren. Dennis Schopp traf in Überzahl zum 3:5. Durch ein unglückliches Eigentor, das Eckert zugerechnet wurde, stellte Spaichingen jedoch wieder den Drei-Tore Vorsprung her. Mit zwei Überzahltoren durch Marc Petermann und Alex Kinderknecht stand es zur Pause nur noch 5:6. In der 48. Minute traf Kevin Bitsch zum 6:6-Ausgleich. Ein Remis und damit der Einzug in die Playoffs schienen wieder greifbar nahe. Sogar eine Niederlage nach Penaltyschießen hätte den Merdingern aufgrund des besseren direkten Vergleichs zur Verteidigung der Tabellenführung gereicht. Der HCM blieb weiterhin am Drücker, scheiterte aber mehrfach an RVS-Goalie Julian Käfer. Nach einer umstrittenen Strafe gegen den HCM (54.) gingen die Gäste erneut mit 7:6 in Führung. In den letzten fünf Minuten probierten es die Gastgeber mit allen Mitteln und hatten durch Kevin Bitsch eine gute Gelegenheit zum erneuten Ausgleich. Merdingen zog in Unterzahl den Goalie vom Feld, doch die Niederlage besiegelten schließlich die Empty-net-Treffer von Uwe Bisceglia und Sauter.

Breisgau Beasts mit einem versöhnlichen Ende

Da zugleich die Rhein-Main Patriots gegen Schlusslicht Menden mit 3:1 gewannen, fiel Merdingen in der Abschlusstabelle hinter Spaichingen und Rhein-Main auf den dritten Platz zurück. So überwog die Enttäuschung beim HCM. "Wir hatten es als Tabellenführer und bis dahin ungeschlagenes Heimteam selbst in der Hand", klagte der Vereinsvorsitzende Ralf Baldinger, der auch an die unglückliche Niederlage gegen den Tabellenletzten Menden erinnerte, der in dieser Saison nur zwei Spiele gewinnen konnte.

Mit einem eindrucksvollen 12:4 Erfolg gegen die Deggendorf Pflanz haben sich die Breisgau Beasts aus der Saison verabschiedet. Von Beginn an waren die Beasts das spielbestimmende Team und führten nach sieben Minuten durch Kapitän Luis Dischinger, Manuel Frattini und Marco Schultis schon mit 3:0 stellen. Ein Überzahltor (Frattini) und zwei herrlich herausgespielte Treffer (Trenkle und Frattini) bei einem Gegentor sorgten für das beruhigende Drittelergebnis von 6:1. Der Freiburger Kombinationswirbel brachte die Gäste immer wieder in Not. So erzielte Frattini seinen vierten Treffer des Abends, und nach einem Doppelschlag von Dischinger (Gegentreffer Weiß) stellte Raphael Diebold dann mit einem Schlagschuss das Drittelergebnis von 10:2 her. Im Schlussdrittel trafen Frank Trenkle auf Freiburger und Stefan Bauer auf Deggendorfer Seite jeweils noch zwei Mal. Das Fazit von Beasts-Coach Dirk Müller: "Der Saisonstart mit nur einem Sieg aus sechs Spielen hat uns das Genick gebrochen. Das wurde im Verlauf der Spielzeit zwar deutlich besser, aber da war der Play-off Zug schon ohne uns abgefahren. Am Ende kann man es eine verkorkste Saison nennen."