Den Deutschen Meister gepiesackt

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 26. Juni 2018

Inline-Skaterhockey

Die Breisgau Beasts verpassen bei der 3:8-Niederlage im Pokal-Viertelfinale gegen die Crash Eagles Kaarst eine Überraschung.

INLINESKATERHOCKEY (BZ). Die Breisgau Beasts haben im Pokal des Verbandes Inline-Skaterhockey Deutschland (ISHD) eine faustdicke Überraschung verpasst. Der Zweitligist aus Freiburg verlor im Viertelfinale gegen den Deutschen Meister Crash Eagles Kaarst mit 3:8 (0:2, 2:4, 1:2) und schied damit nach großer Gegenwehr aus.

Die Beasts, die in der Zähringer Jahnhalle kurzfristig auf Manuel Frattini und Chris Basham verzichten mussten, starteten gegen den hohen Favoriten selbstbewusst und mit vielen guten Aktionen. In Überzahl hatte man bereits zweimal den Torschrei auf den Lippen, ehe die Gäste aus dem Rheinland mit einem direkt verwandelten Freistoß in Führung gingen. Freiburg spielte aber weiterhin mutig nach vorne, alleine das Tor wollte nicht fallen.

Und so klingelte es hinten: In einer 2:2-Situation (jeweils zwei Spieler auf der Strafbank) nutzten die Kaarster einen kurzen Abstimmungsfehler der Beasts zum 0:2 aus. "Dass wir nach dem ersten Drittel vorne lagen, war für uns mehr als schmeichelhaft", räumte Gästetrainer Georg Otten ein: "Wir hätten uns über einen Rückstand ganz sicher nicht beschweren dürfen."

Der Glaube an eine mögliche Sensation kehrte zurück, als Jonas Falb im zweiten Drittel auf 1:3 verkürzte. Allerdings schlugen die Gäste eiskalt zurück und bauten ihre Führung bis auf 6:1 aus (32.). Kurz vor Ende des Mittelabschnitts sorgte Kevin Robert mit einem Gewaltschuss für das 2:6. "Wir haben auch nach dem zweiten Drittel noch an die Sensation geglaubt. Immerhin hatten wir mehr Torschüsse als der Gegner", stellte Beasts-Trainer Dirk Müller fest.

Als Raphael Diebold in der 46. Minute im Powerplay auf 3:6 stellte, keimte auch auf den Rängen tatsächlich Hoffnung auf. Frank Trenkle, Falb und Christoph Mathis ließen in der Folge große Möglichkeiten ungenutzt, was der Deutsche Meister prompt mit dem 3:7 bestrafte. Die leisen Hoffnungen der Beasts waren nun dahin.

Es war eine Mischung aus fehlender Kaltschnäuzigkeit und Konzentration, die den Freiburgern die Möglichkeit raubte, dem Favoriten ein Bein zu stellen. Die Kaarster, die ohne Topstar Thimo Dietrich und ihre komplette erste Verteidigung antraten, wären an diesem Nachmittag verwundbar gewesen.

"Am Ende muss man sagen, dass wir einfach nicht gut genug waren, um so einen starken Gegner wirklich in Bedrängnis zu bringen", gestand Müller. "Wenn wir auch nur ein Viertel unserer Großchancen, besonders im ersten Drittel, verwerten, bin ich mir sicher, dass wir ein anderes Spiel bekommen." Aber so habe Kaarst verdient gewonnen. Schon am Freitag geht es für die Breisgauer in der zweiten Bundesliga wieder um Punkte, wenn um 20 Uhr die Badgers Spaichingen in die Jahnhalle kommen.