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07. März 2012

Zum Auftakt vier Mal in Folge vor eigenem Publikum

Freiburger Breisgau Beasts starten am Samstag gegen Spaichingen in die Zweite Inlineskaterhockey-Bundesliga.

  1. Peilen den Wiederaufstieg in Liga eins an: Die Breisgau Beasts aus Freiburg Foto: Seeger

INLINESKATERHOCKEY (sco). Montagabend, 22.15 Uhr: Trainer Michael Sedlak hat seine Mannschaft in der Zähringer Jahnhalle um sich geschart, um sich auf das erste Zweitliga-Spiel gegen Spaichingen (Samstag, 19 Uhr, Jahnhalle Zähringen) vorzubereiten. Wieder einmal beginnt eine Saison für die Freiburger Breisgau Beasts ohne vernünftige Rahmenbedingungen. Drei mal pro Woche können die Cracks erst von 22 Uhr an trainieren, was für die allesamt berufstätigen Spieler einen enormen Kraftakt bedeutet.

"Ich kann den Jungs eigentlich keinen Vorwurf machen, wenn ihre Leistung nicht immer stimmt. Um diese Zeit geht man gewöhnlich ins Bett", sagt der Coach schon fast resignierend. "Die Hallensituation ist nicht mehr tragbar. Wir brauchen dringend eine Heimat für unseren Sport!" So müssen die Beasts in Ermangelung von Hallenzeiten zuerst vier Mal in Folge zu Hause antreten, bevor es zum ersten Mal auf Reisen geht.

Auch Jugendleiter Klaus Hess stößt ins gleiche Horn: "Nachwuchstraining findet ein Mal pro Woche samstags statt. So kann man keine Nachwuchsarbeit betreiben." Und so bleiben die Beasts zumindest ein wenig angewiesen auf Spieler, die im Winter auf dem Eis stehen. Ausgerechnet am Samstag fehlen aus diesem Grund Anton Bauer, Christian Böcherer und weitere Spieler, die zur gleichen Zeit mit dem EHC Freiburg das Playoffspiel gegen Hügelsheim bestreiten, wichtige Säulen für die Operation Wiederaufstieg. "Nun müssen es im ersten Heimspiel die jungen Spieler richten. Mit Kevin Robert, Patrick Patschull oder Dirk Müller haben wir erfahrene Bundesligaspieler im Team, die gegen Spaichingen bestehen können", sagt Sedlak.

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In der Tat sollte es auch dem Rumpfteam möglich sein, die Badgers in eigener Halle zu schlagen. In der Vorbereitung konnte der Trainer sehen, wo er ansetzen muss, immerhin unterlagen die Beasts dort in beiden Partien gegen den schwäbischen Rivalen.

Grundsätzlich wollen die Beasts oben mitspielen, das Potenzial dazu ist vorhanden. Mit dem HC Merdingen, Spaichingen, Bernhardswald, Atting und Schwabmünchen sind die Favoriten auf den Aufstieg benannt. Die Beasts hoffen nach dem mehr als unglücklichen Abstieg im vergangenen Jahr, welcher aufgrund der Zusammenlegung der beiden ersten Ligen zustande kam, auf eine Saison, in der Talente langsam an die erste Mannschaft herangeführt werden können. Mit Marco Schultis rückt ein Junior auf, der seinem Bruder Tim den Sprung zu den Männern nachmachen möchte. Auf der Torwartposition hat der Coach mit Heiko Hallmann und Marcus Kempf ehrgeizige Alternativen für Müller in petto. Mit Raphael Diebold, Thomas Issler und Daniel Fichtner rücken drei Spieler in die erste Mannschaft auf, die 2011 noch in der Reserve aktiv waren und zuvor die Farben der Wild Devils Freiburg vertraten.

Autor: vabr