Der König der Masters

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 11. September 2018

Leichtathletik (regional)

Der Lahrer Matthias Laube triumphiert bei der Zehnkampf-WM.

LEICHTATHLETIK (uws/stl). Der Lahrer Matthias Laube, Lehrer an der Otto-Hahn-Realschule, feierte einen großen persönlichen Erfolg. Laube wurde in Málaga (Spanien) Zehnkampf-Weltmeister in der Altersklasse M 35. Er siegte dort mit fast 500 Punkten Vorsprung vor dem Spanier David Diaz.

"Ein atemberaubendes Erlebnis mit vielen tollen Eindrücken. Ich tue mich immer noch schwer, das zu verarbeiten," gab Matthias Laube am Montag zu. Er kämpfte mit 20 Athleten aus zehn Nationen um den Sieg in der Königsdisziplin. Das Stadion liegt am Meer und so hatten alle Teilnehmer mit den wechselhaften heftigen Winden insbesondere beim Weitsprung, Stabhochsprung und Speerwerfen zu kämpfen.

Organisatorische Probleme des Ausrichters führten außerdem dazu, dass die beiden Wettkampftage sich jeweils über zehn Stunden in die Länge zogen. "Deshalb war der Wettkampf sehr kräftezehrend", sagte der Athlet.

Überraschende Führung nach dem ersten Wettkampftag

Als der Startschuss beim 100-Meter-Lauf zum Auftakt fiel, war Matthias Laube gleich hellwach und zeigte, in welch blendender Verfassung er ist. 11,70 Sekunden waren ein optimaler Start in den Wettkampf. Der Wind bereitete ihm dann aber beim Weitsprung größere Probleme und so musste er sich mit 6,22 Metern zufriedengeben. Nach 11,84 Metern im Kugelstoßen folgten starke 1,84 Metern im Hochsprung und 55,12 Sekunden über 400 Meter. Führung nach dem ersten Wettkampftag übernommen. Eine seiner stärksten Disziplinen folgte gleich am zweiten Tag mit dem 110 Meter Hürdenlauf. Nach einem Fehlstart blieb er beim zweiten Startversuch sehr lange im Block sitzen und kam so als Letzter an die erste Hürde. 15,52 Sekunden waren dennoch eine schnelle Zeit. Nach 35,98 Metern im Diskuswerfen folgten in einem wahren Marathonwettbewerb im Stabhochsprung mit über fünf Stunden hervorragende 4,20 Meter.

Siegerehrung mit der Hymne als emotionaler Höhepunkt

Jetzt standen die Weichen für den Lahrer auf Sieg. Denn auch im Speerwerfen konnte kein anderer Zehnkämpfer annähernd an die 52,73 Meter von Laube herankommen. Nach dem abschließenden 1500-Meter-Lauf in 4:54,99 Minuten war nach zwei kräftezehrenden Tagen der Sieg perfekt. Emotionaler Höhepunkt nach zehn hart erkämpften Disziplinen war die Siegerehrung mit der Goldmedaille unter den Klängen der deutschen Nationalhymne.

"Das internationale Flair mit den Mehrkämpfern aus vielen Nationen war beeindruckend", sagte Laube. "Es war ein tolles Miteinander im Wettkampf, so wie man das auch aus dem Fernsehen kennt. Jeder gönnt dem anderen den Erfolg."

Die Leichtathletik-Weltmeisterschaft der Masters ist mit mehr als 8000 Teilnehmern eine der weltweit größten Sportveranstaltungen.