Gamp und Molleker überzeugen bei deutscher Mehrkampfmeisterschaft

Ottmar Heiler

Von Ottmar Heiler

Fr, 31. August 2018

Leichtathletik (regional)

Die Lenzkircher Leichtathletin belegt in Wesel im Siebenkampf den achten Platz / Der Nachwuchsmehrkämpfer der LG Baar wird im Neunkampf der M 14 Siebter .

LEICHTATHLETIK. Die Lenzkircherin Anna-Lena Gamp hat einmal mehr bei der deutschen Mehrkampfmeisterschaft, die in Wesel ausgetragen wurde, überzeugt. Die vielseitige Leichtathletin trat im Siebenkampf der Frauen an. Die baden-württembergische Meisterin in der Königsdisziplin der Leichtathletik belegte nach ausgeglichenen Leistungen auf hohem Niveau den achten Platz bei der DM. Ein sportlicher Höhepunkt für die LG Baar war nach der erfolgreichen Qualifikation auch die Teilnahme von Emanuel Molleker an den nationalen Titelkämpfen. Nach einem überragenden ersten Tag konnte er 24 Stunden später seine Erfolgsserie fortsetzen und sicherte sich im Neunkampf der Altersklasse M 14 den siebten Platz.

Anna-Lena Gamp hatte 2017 in Berlin bereits einen deutschen Meistertitel im Mehrkampf errungen. Das war im Juni im Fünfkampf im Rahmen des Deutschen Turnfestes. Nach guten Platzierungen beim Siebenkampf in den vergangenen Jahren in der Juniorinnenklasse U 23 und bei der Jugend musste sie sich erstmals in der Frauenklasse der Konkurrenz stellen. Nach der neuen Bestleistung von 14,92 Sekunden über die 100 Meter Hürden sprang sie 1,59 Meter hoch und ließ hier gegenüber den besten Konkurrentinnen einige Punkte liegen. Im Kugelstoßen stellte sie mit 12,74 Metern ihre verbesserten Schnellkraftfähigkeiten und ihre technische Weiterentwicklung unter Beweis und verbesserte sich deutlich. Mit 26,47 Sekunden über 200 Meter und dem achten Platz im Zwischenergebnis beendete sie den ersten Tag. Mit 5,41 Metern gelang ihr im Weitsprung ein gutes Ergebnis. In der von ihr nicht sonderlich geliebten Disziplin Speerwerfen schaffte sie immerhin 33,14 Meter. Im abschließenden 800-Meter-Lauf hatte sie das nötige Stehvermögen, um in 2:22,75 Minuten noch eine der besten Zeiten aller Teilnehmerinnen zu realisieren. Mit 5040 Punkten belegte sie in der DM-Wertung den achten Rang. Sie war zufrieden, denn ihr Ziel war, unter die besten zehn Mehrkämpferinnen zu kommen. Im Vergleich zu vielen anderen Topathletinnen, die sich voll und ganz auf den Sport konzentrieren, ist Gamp noch durch Studium und Arbeit belastet. Das alles zu kombinieren ist für die ehrgeizige Sportlerin nicht immer leicht.

Teilnahme an der deutschen Meisterschaft, dieses hohe Ziel hatte sich Emanuel Molleker, der im LV Donaueschingen von Regina Kessler betreut wird, im Laufe der Saison gesetzt. Die Qualifikation für die DM hatte er im Juli in Regensburg auch ohne Probleme geschafft, nachdem er die entscheidenden Disziplinen in den vergangenen Monaten mit großem Aufwand trainiert hatte. Das Stabhochspringen hatte er in einem Crash-Kurs bei seinem Stützpunkttrainer in Löffingen nebst anderen technischen Feinheiten erlernt und verfestigt. Nebenbei knackte er in seinem ersten großen Mehrkampf gleich die Norm für den Landeskader.

Der erste Tag am Niederrhein verlief sehr vielversprechend. Im Sprint über 100 Meter legte Emanuel Molleker 12,31 Sekunden vor. An der Weitsprunggrube knüpfte er mit 5,74 Metern an seine Bestleistung an. Die Kugel flog auf starke 12,45 Meter. Nach 1,71 Metern im Hochsprung lag er nach dem ersten Tag hinter Luca Haug (Tübingen) auf Rang zwei.

Der zweite Wettkampftag begann für ihn mit 2,60 Metern im Stabhochsprung, nachdem er bei der Qualifikation in Regensburg noch bei der Einstiegshöhe von 2,20 Metern hängengeblieben war. Die anschließenden 80 Meter Hürden lief er in 12,20 Sekunden. Mit dem Speer kam er auf 35,29 Meter und mit dem Diskus auf 40,51 Meter. Den abschließenden 1000-Meter-Lauf bewältigte Molleker in 3:20,94 Minuten. Im Gesamtergebnis reihte er sich hinter Lennart Petri vom USC Mainz (4922 Punkte) mit 4903 Punkten auf Rang sieben ein.