Lockerer Aufgalopp

Lukas Karrer

Von Lukas Karrer

Mo, 15. Januar 2018

Tischtennis

Tischtennis-Zweitligist ESV Weil gibt beim 6:1-Sieg gegen den ATSV Saarbrücken nur vier Sätze ab.

TISCHTENNIS Zweite Bundesliga Frauen: ESV Weil – ATSV Saarbrücken 6:1. Ohne Mühe hat die Tischtennis-Equipe des ESV Weil ihren Jahresauftakt bewältigt. Gegen den ATSV Saarbrücken gewann der Zweitligist mit 6:1 im Eildurchgang – und bastelt bereits am Kader für die neue Saison.

Es war ein kurzer Arbeitstag für Ievgeniia Vasylieva. Nur einmal durfte die ukrainische Spitzenspielerin gegen Saarbrücken im Einzel an die Platte, und ihre Aufgabe erledigte sie in gewohnt souveräner Manier. In drei Sätzen bezwang sie Tanja Helle und kletterte durch ihren Einzelerfolg im Ranking der besten Spielerinnen der zweiten Bundesliga wieder auf den dritten Rang. "Auf Ievgeniia können wir uns einfach verlassen", lobte ESV-Trainer Alen Kovac seine Musterschülerin, die im bisherigen Saisonverlauf lediglich vier ihrer 20 Einzel verlor.

ESV verlängert mit Vasylieva – Charlotte Carey zögert noch

Die frohe Kunde für die Weiler: Vasylieva hat beim ESV bereits einen Vertrag für die neue Saison unterschrieben. Ihre Teamkolleginnen Anna Kirichenko, Volha Lazarkova und Eline Loyen müssen sich indes noch mit guten Leistungen in der Rückrunde für einen Anschlussvertrag empfehlen. Anders gestaltet sich die Situation bei Charlotte Carey. "Wir sind sehr zufrieden mit Charlotte und würden gerne weiter mit ihr zusammenarbeiten", erklärte Abteilungsleiterin Doris Spieß. Die walisische Nationalspielerin zögere aktuell noch, sie warte auch die sportliche Situation ab.

Derzeit liegt der ESV auf Rang vier. "Wir müssen in der Rückrunde konstant zeigen, welches Potenzial in der Mannschaft steckt", hatte Kovac vor dem Rückrundenauftakt erneut deutlich gemacht, dass er mit den gezeigten Leistungen in der Vorrunde nur bedingt zufrieden war. Um noch einmal ins Rennen um die vordersten Plätze eingreifen zu können, dürfen sich Vasylieva und Co. keine weiteren Ausrutscher erlauben.

Das erste kleine Zwischenziel erreichten die Weilerinnen gegen Saarbrücken. Keine zwei Stunden dauerte die einseitige Begegnung. "Das war heute nur bedingt ein Prüfstein für unsere Mädels", fasste Serge Spieß, der sportliche Leiter des ESV, den 6:1-Erfolg zusammen.

Dabei zeigte sich Spieß verärgert über die legitime, aber unpopuläre Aufstellung der Gäste. Anstatt für die verletzte Theresa Adams eine Ersatzspielerin zu nominieren, stellte der Tabellenvorletzte sie dennoch auf, um ein Aufrücken der Spielerinnen aus dem hinteren Paarkreuz zu verhindern. Somit gingen noch vor dem ersten Ballwechsel sowohl ein Doppel als auch zwei Einzel kampflos an Weil. "Für unsere Zuschauer tat es mir ein wenig leid, dass sie nicht mehr Spiele zu sehen bekamen", so Serge Spieß, der mit der gezeigten Leistung der eigenen Equipe vollends zufrieden war: "Der Start in die Rückrunde ist dennoch gelungen und macht Lust auf mehr", blickt der Sportliche Leiter hoffnungsvoll auf die kommenden Wochen.

Nicht ganz an die Leistungen aus der vorhergehenden Partie gegen den TTK Großburgwedel (5:5) konnte Lazarkova anknüpfen. Die junge Weißrussin blieb beim 0:3 gegen Ann-Kathrin Herges ohne Siegchance. "Volha hat gegen eine sehr starke Gegnerin nie wirklich Zugriff bekommen", so Serge Spieß. In den übrigen Partien gab lediglich das Doppel Vasylieva/Carey einen Satz ab, so dass Lazarkovas Niederlage zu verkraften war.

Sorgen, dass für die kommende Saison keine schlagkräftige Mannschaft zur Verfügung steht, muss sich aus dem Umfeld des ESV derweil niemand machen. Die guten Kontakte des Vereins garantieren eine starke Aufstellung, wie Doris Spieß betont: "Wir haben jederzeit einige hochkarätige Spielerinnen in der Hinterhand."

Ergebnisse: Vasylieva/Carey – Helle/Herges 10:12, 11:8, 11:6, 11:9; Kirichenko/Lazarkova – Adams/Dieker 11:0, 11:0, 11:0; Vasylieva – Adams 11:0, 11:0, 11:0; Carey – Helle 11:8, 11:5, 12:10; Kirichenko – Daub 11:9, 11:9, 11:6; Lazarkova – Herges 7:11, 5:11, 7:11; Vasylieva – Helle 11:4, 11:8, 11:7.