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02. August 2008

Macht-Spiele

Ein Magazin über Sport, Politik und über die zwei Seiten der Medaillen

  1. Olympischer Feinstaub

Sie wollen ja alle nur Spiele. Und einem netten Kerl wie dem Basketballer Nowitzki nimmt man gerne ab, wie "unbeschreiblich superfroh" er ist, dass es mit der Teilnahme endlich mal geklappt hat und er in Peking spielen darf. Aber ob Spiel oder Ernst, das weiß man bei Olympia ansonsten nie so genau. Anders als ihr Name sagt, waren die "Spiele" schon immer beides: friedliche Völkerparty und hochherrschaftliches Machtgetue, faszinierender Wettkampf und schnöder Kommerz, Athletentreffen und Funktionärsgedrängel. Olympia, das ist eine Medaille mit zwei Seiten, von denen nur eine glänzt. Dass ein Land, welches sich schon seit einigen tausend Jahren Reich der Mitte nennt, mit diesen Spielen andere Prestigefragen verbindet, als sagen wir Griechenland, leuchtet ein. Aber welchen teils makabren Ernst gerade dieses Gastgeberland mit ihnen verbindet, haben die 29. Olympischen Spiele schon klar gemacht, lange bevor sie überhaupt eröffnet worden sind. Wo die ganze Welt hinschaut, da entbrennen vielleicht unweigerlich Machtkämpfe um Bilder und Botschaften. Problematisch wird es, wenn ein Gastgeber glaubt, solche Kämpfe auf jeden Fall kontrollieren zu können und gewinnen zu müssen.

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Dieses BZ-Olympia-Magazin handelt von beiden Seiten der Medaille namens Olympia – von faszinierenden sportlichen Höhepunkten und deprimierenden politischen Tiefpunkten; von vergessenen Helden und solchen, die erst Helden werden wollen; von den natürlichen Grenzen der Rekordjagd und von Versuchen, sie künstlich zu verschieben; und von einer großen Behörde, die so undurchsichtig ist, wie ihr Name schon vermuten lässt, dem Internationalen Olympischen Komitee. Eine große Tabelle bietet Tag und Uhrzeit der Wettkämpfe, ein bebilderter Stadtplan verrät, wo man sich die Spiele in Peking vorzustellen hat. Und wie in jedem Magazin, gibt es auch in diesem etwas zu rätseln, etwas für Leib und Magen und Wissenswertes für die jungen Leser. Die Redaktion wünscht anregende Lektüre.

Autor: hup