Mit einem Punkt zurück aus Bayern

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Mo, 21. November 2016

Ringen

RKG Freiburg erreicht in Westendorf ein Remis, der SV Eschbach hält sich beim 11:16 bei Spitzenreiter Burghausen wacker.

RINGEN. Zweite Bundesliga. TSV Westendorf – RKG Freiburg 13:13. Mit einem Unentschieden kehrten die Athleten der RKG Freiburg von ihrer Reise aus Westendorf (Landkreis Augsburg) zurück. Ersatzgeschwächt durch die Verletzungen von Pavel Burla und Maximilian Remensperger waren die Breisgauer angetreten. Dennoch holten sie sechs Einzelsiege – durch Krasimir Krastanov, Viktor Reh, Amiran Shavadse, Manuel Wolfer, Rainhold Kratz und Lars Schäfle.

Letzterer feierte seinen ersten Erfolg in der zweiten Liga. Der 17-jährige Mittelgewichtler und deutsche A-Jugendmeister punktete im freien Stil Steve Masuch mit 7:2 aus und holte damit zwei Mannschaftspunkte für sein Team. "Das war eine starke Leistung. Schließlich hat Masuch in der Vorrunde unseren Ringer Lukas Schöffler mit 5:3 Punkten bezwungen", sagte Luigi Tascillo. Der RKG-Coach hatte auch ein Sonderlob für Manuel Wolfer parat, der überhöht nach Punkten gegen Nasrat Nasratzada gewann.

Für die RKG wäre sogar ein Gesamtsieg drin gewesen, doch Ion Vasilachi hatte im abschließenden zehnten Fight das Glück nicht auf seiner Seite. Aus einem 0:3 machte der Freistil-Weltergewichtler zwar ein 3:3. Aber nach einer unübersichtlichen Situation, bei der der Georgier der angreifende Ringer war, geriet er mit dem Fuß ins Aus. So machte sein Gegner Simon Einsle, den Vasilachi im Hinkampf noch mit 10:2 bezwungen hatte, den entscheidenden Zähler zum 4:3-Erfolg. Mit diesem Sieg rettete Einsle dem TSV Westendorf das 13:13-Remis.

Am kommenden Wochenende muss die RKG Freiburg zweimal ran. Der Tabellensechste trifft am Samstag (19.30 Uhr) in der heimischen Vigeliushalle auf den SV Hallbergmoos, und am Sonntag (15 Uhr) wird in Nürnberg gekämpft.

Wacker Burghausen – SV Eschbach 16:11. Angesichts der Verletzungen von Weltergewichtler Steffen Blum und Aylin Kudret war das Hauptziel der Dreisamtäler, mit einer kompletten Mannschaft anzutreten. Das schafften die Eschbacher – mehr noch. Sie boten dem ungeschlagenen Tabellenersten Paroli – entschieden durch Lasha Talakhadse, Danilo Bosnic, Eduard Semke, Manuel Läufer und Julian Steinbach fünf Mattenduelle für sich.

"Wacker Burghausen hat zwar einige Nachwuchsringer eingesetzt. Aber der Klub hat in Matthias Maasch auch eine Spitzenkraft aufgeboten. Das zeigt, dass sie gegen uns als Tabellenvorletzten auf Nummer sicher gehen wollten", sagte SVE-Teammanager Andreas Benitz. Der war nach dem Kampfabend etwas angesäuert ob der Leistung vom Mattenleiter. Dieser habe Julian Steinbach bei drei Aktionen mit zu niedrigen Punktewertungen bedacht. Zudem habe er den Rückwärtsgang von Freistilspezialist Ivan Djorev beim 8:6-Punktsieg gegen das 19-jährige Eschbacher Eigengewächs Nick Scherer im griechisch-römischen Stil nicht mit einer Disqualifikation bedacht. Die wäre laut Benitz angemessen gewesen. "Hinterher ärgern wir uns ob der vertanen Chance etwas", sagte Benitz vor der 600 Kilometer langen Heimfahrt.

Am kommenden Wochenende haben die Eschbacher dann die Doppelchance auf Punkte. Am Samstag (19.30 Uhr) ringen sie gegen Schlusslicht Untergriesbach, am Sonntag (15 Uhr) im südbadischen Derby gegen Urloffen – und zwar beide Male daheim.