Schumacher treibt Sebastian Vettel an

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Von dpa

So, 22. Juli 2018

Motorsport

Der Sonntag Parallelen der Formel-1-Piloten – Grand Prix heute.

Sebastian Vettel fühlt sich nach vier WM-Titeln noch immer unvollendet, der Traum vom Triumph mit Ferrari wie einst sein großes Vorbild Michael Schumacher treibt ihn weiter an. "Ich sehe es so: Wenn ich wollte, könnte ich auch jetzt den Helm an den Nagel hängen. Und einfach tschüss sagen", sagte der 31 Jahre alte Heppenheimer in einem Interview der Süddeutschen Zeitung (Samstagausgabe) vor seinem Formel-1-Heimrennen auf dem Hockenheimring am Sonntag (15.10 Uhr/RTL): "Aber es gibt noch etwas, das in meinen Augen offen ist, das nicht fertig ist. Mein Traum, den ich schon als Kind hatte. Ich wollte immer aufwachsen und Michael nacheifern."

Die Freundschaft der beiden ist schon lange bekannt. Vettel ist der legitime sportliche Nachfolger des siebenmaligen Champions. Er eifert ihm nicht nur auf der Strecke nach, Vettel riegelt auch wie es Schumacher machte, sein Privatleben komplett ab. Dass sein Idol seit seinem Skiunfall Ende 2013, bei dem Schumacher ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitt, ihm als Kumpel und Ratgeber nicht mehr zur Seite stehen kann, schmerzt den Hessen.

Schumacher und der rote Wagen seien seine Helden gewesen. In seinem Traum habe er selbst in dem Ferrari gesessen und sei zum Titel gefahren, erzählte Vettel in dem SZ-Interview: "Der Gedanke treibt mich noch immer an." Rechnerisch kann er sogar unter den jetzigen gegebenen Vertragsverhältnissen den Rekord einstellen und bis zum Ende seines Kontrakts 2020 die sieben WM-Wunder Schumachers wiederholen. Gelänge das, wäre die Frage spannend, ob er dann alles daran setzen würde, sein Vorbild zu überbieten - oder womöglich nicht. Seine bisherigen Titel in den Jahren 2010, 2011, 2012 und 2013 holte Vettel mit Red Bull. Nach seinem Debüt in der Formel 1 für BMW wechselte er noch in der Saison 2007 zu Toro Rosso. Zur Saison 2009 stieg er zu Red Bull auf.

Quali-Schnellster

Vettel hat sich die Pole Position für das Rennen heute gesichert. Er verwies in der Qualifikation den Mercedes-Piloten Valtteri Bottas auf Rang zwei. Vettels WM-Rivale Lewis Hamilton konnte mit seinem Mercedes wegen eines Hydraulik-Problems die Qualifikation nicht zu Ende fahren. Er schied bereits nach dem ersten Zeitabschnitt aus und wird von Platz 14 in das Rennen starten. dpa