NACHSPIEL

zok, uwo

Von Matthias Konzok & Uwe Rogowski

Mo, 14. November 2016

Ringen

RINGEN-REGIONALLIGA

Mit aller Macht

ASV Nendingen II – WKG Weitenau-Wieslet 22:16

(zok). Schon die Formation unterstrich: Nendingen wollte den Sieg gegen Weitenau-Wieslet mit aller Macht erzwingen. "Sie haben sehr stark aufgestellt", sagte WKG-Trainer David Muller. Mit Maxim Mamulat im Greco-Leichtgewicht und Asghar Laghari im Freistil-Schwergewicht schickte die ASV-Reserve zwei Top-Ringer auf die Regionalliga-Matte. "Da gab es für uns keine Möglichkeit." Gegen Mamulat schlug sich Simon Dürr wacker, gab nur drei Punkte ab, während Marcus Mickein gegen den Iraner Laghari (119 Kilogramm) technisch überhöht verlor. Nur zwei Kämpfe gingen über die volle Distanz, nebst Simon Dürr musste auch Michael Herzog gegen Bogdan Eismont drei Punkte abgeben. Im Nachhinein mag klar gewesen sein: Mit einer anderen Aufstellung war für die WKG vielleicht mehr drin. Doch hatte das Trainerduo Muller/Marc Viardot wichtige Einsatzzeiten für den einen oder anderen im Blick. Gerade Benny Vogt und Luca Köpfer sollen Erfahrung für die Zukunft sammeln.

57 Kilogramm Greco: Radostin Shindov 0:4 (kampflos); 130 kg Freistil: Laghari – Mickein 4:0 (technisch überlegen); 61 F: Mägerle– Svetlin Shindov 0:4 (Schultersieg); 98 G: Eismont – Herzog 3:0 (Punktsieg); 66 G: Mamulat – Simon Dürr 3:0 (PS); 86 F: Koch – Bachmann 4:0 (SS); 66 F: Gerstenberger – Vogt 4:0 (TÜ); 86 G: Stumpe – Jonas Dürr 0:4 (SS); 75 G: Stiller – Greiner 0:4 (TÜ); 75 F: Baur – Köpfer 4:0 (TÜ).


SCHIESSEN-1. BUNDESLIGA

Weil schießt ausbaufähig

SV Kelheim-Gmünd – ESV Weil 4:1 (1883:1843 Ringe).

(uwo). Eine gute und eine schlechte Nachricht gab es für die Weiler Sportschützen. Das Bundesliga-Duell (Luftpistole) gegen Kelheim-Gmünd ging klar verloren, "doch jetzt haben wir die stärksten Gegner hinter uns", sagte Betreuerin Monika Blaschka. 40 Ringe Unterschied waren es, das ließe sich mit einem 4:0 im Fußball vergleichen. "Ausbaufähig", drückte Blaschka das Ergebnis vornehm aus. Der Gegner ist derzeit im Hoch, Kelheim schoss mit 1899 Ringen den Saisonrekord aller zwölf Erstligisten. Doch auf 20, 30 Ringe sollte der Rückstand schon gehalten werden. Die Umstände waren aber misslich: Top-Schütze Pavel Svetlik blieb erneut unter 380, nur einmal diese Saison traf er noch ungenauer als am Samstag (375). Dem Tschechen fehlt Training. In Deggendorf, wo er derzeit wohnt, hat sich bislang nichts aufgetan, "und immer mit Trockentraining ist halt nicht so gut", so Blaschka. "Man kann ja schlecht in der Wohnung schießen", sagt sie, Svetlik muss es bei Haltetraining belassen. Man suche einen Verein. Zudem musste die verletzte Nathalie Schelken ersetzt werden, Nachrücker Arno Weis (350) schießt sonst in der Südbadenliga, wo der ESV II Tabellenführer ist. Michael Schwald merkt man dagegen das regelmäßige Training mit der Nationalmannschaft an, er schraubte seinen Saisonrekord auf 385 Ringe. "Er hat sich stabilisiert", sagt Blaschka. Doch gegen einen großen Gegner ist ein starker Schwald zu wenig.

Ergebnisse: Dubovy – Svetlik 384:375, Heilgemeier – Schwald 375:385, Schultheiß – Schebesta 375:372, Wimmer – Lakner 377:361, Piechaczek – Weis 372:350.