NACHSPIEL

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 23. Oktober 2017

Oberliga BaWü

TISCHTENNIS

ESV verpasst Auswärtssieg

TSV Schwabhausen – ESV Weil 6:4 (BZ). Der TSV Schwabhausen ist in der zweiten Bundesliga eine echte Hausnummer. Im Vorjahr verlor der Meister nur eines seiner 20 Spiele. Die Tischtennisspielerinnen des ESV Weil waren folglich vorgewarnt. Doch verfolgen auch sie heuer höhere Ziele, und um den Anspruch als Spitzenteam zu untermauern, "müssen wir in solchen Spielen unser Niveau zeigen", sagte ESV-Trainer Alen Kovac vor der Partie im BZ-Interview. Diese Vorgabe setzten die Weilerinnen um, brachten den TSV an den Rand einer Niederlage. So bezwangen Charlotte Carey und Ievgeniia Vasylieva die Spitzenspielerin Ting Yang jeweils nach fünf Sätzen. Ohnehin schien das Weiler Nervenkostüm zunächst zu sitzen: Vier der fünf Duelle über die volle Distanz gewann der ESV, mit 4:3 lagen die Gäste vorne und somit war ein Remis, was – so Kovac – schon als gutes Abschneiden zu werten gewesen wäre, nur einen Schritt entfernt. Doch Schwabhausen demonstrierte im Endspurt seinen herausragenden Status. Zwar war ein Weiler Punktgewinn auch nach Careys Vier-Satz-Niederlage gegen Mateja Jeger greifbar, aber die besseren Nerven zeigte der Tabellenführer. Eline Loyen (2:0) und Anna Kirichenko (2:1) fehlte jeweils ein Satzgewinn zum Sieg, beide verloren im fünften Durchgang – und der ESV die Partie.

Ergebnisse: Jeger/Feierabend – Vasylieva/Carey 11:8, 4:11, 10:12, 11:8, 7:11; Nikitchanka/Maier – Loyen/Kirichenko 11:5, 11:8, 11:8; Yang – Carey 9:11, 7:11, 11:4, 11:3, 9:11; Jeger – Vasylieva 11:8, 12:14, 11:9, 7:11, 14:12; Nikitchanka – Kirichenko 11:4, 11:2, 11:8, Mantz – Loyen 11:5, 11:5, 8:11, 8:11, 7:11; Yang – Vasylieva 11:4, 4:11, 12:10, 7:11, 4:11; Jeger – Carey 11:6, 11:4, 10:12, 11:6; Nikitchanka – Loyen 9:11, 10:12, 11:7, 11:4, 11:7; Mantz – Kirichenko 11:5, 5:11, 7:11, 11:9, 11:8.

HANDBALL

HSG Dreiland rückt vor

HSG Dreiland – SG Rielasingen/Gottmadingen 34:21 (14:8) (who). Das war bisher die leichteste Aufgabe, die die HSG Dreiland in der Handball-Landesliga in dieser Saison zu lösen hatte: Gegen Tabellenschlusslicht SG Rielasingen/Gottmadingen feierten die Gastgeber einen deutlichen 34:21-Heimsieg und kletterten schon auf Platz drei der Tabelle. HSG-Coach Igor Bojic strahlte. "Mit acht Punkten bin ich sehr zufrieden. Wir haben unsere technischen Fehler verringern können. Natürlich war der Gegner etwas harmlos." Bereits nach knapp neun Minuten war die Partie für Jonas Besemann beendet, der nach einem Ellenbogenschlag ins Gesicht vorsichtshalber nur noch auf der Bank Platz nahm, doch da machte sich der breite Kader der HSG bezahlt. Fast alle Akteure erhielten Einsatzzeiten. "Die Jungs haben sich nahtlos eingefügt", freute sich Bojic "so macht es Spaß." Nach kurzer Eingewöhnungsphase übernahm die HSG nach 13 Minuten die Kontrolle über die Partie und zog unaufhaltsam davon. Nach der Pause gelang binnen sechs Minuten ein 8:0-Lauf (22:9); 28:13 war der höchste Vorsprung nach 47 Minuten. Dabei verballerten die Gastgeber noch "mindestens 15 Hochkaräter", so Bojic.

Spielfilm: 4:0 (7.), 4:3 (13.), 6:4 (17.), 11:4 (24.), 14:8 – 14:9 (31.), 22:9 (38.), 24:12 (41.), 28:13 (47.), 30:15 (51.), 31:19 (55.), 34:21.

Tore HSG: Ludwig 11/3, Haunschild, Pit Weber 4, Niklas Weber 3, Bödeker 2, Hopp 2, Palasz 2, Retsch 2, Müller 1, Röschard 1.

TVB bricht am Ende ein

TV Brombach – SG Kappelwindeck/Steinbach 25:31 (14:9) (BZ). "Mit einem lachenden und einem weinenden Auge" sah Gundolf Trefzer, Trainer des TV Brombach, die 25:31-Niederlage gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach. Das Resultat gegen ein Top-Team der Handball-Oberliga war verdient, doch eine Überraschung des Tabellenletzten schien möglich – zur Pause lag der TVB 14:9 vorn. Zudem standen dem personell bisher gebeutelten TVB 13 Spielerinnen zur Verfügung, doch machte sich bei der Mischung aus erster und zweiter Mannschaft die fehlende Abstimmung bemerkbar. Das betraf Sabrina Gruber indes weniger; sie hatte zuvor mit dem Südbadenliga-Team gewonnen (37:20 gegen Otterweier) und war auch in der Oberliga kaum zu halten. "Da sieht man ihre Extraklasse", lobte Trefzer. Nach 29 Minuten traf Gruber (mit neun Treffern beste TVB-Werferin) zum 14:8, es sollte der größte Vorsprung des TVB sein. "Wir haben die SG im Griff gehabt", sagte Trefzer. Doch zum zweiten Abschnitt "hat die SG ihre Abwehr umgestellt". Dem TVB fehlten die spielerischen Mittel, und schließlich auch die Kraft. Die Gäste drehten ein 15:18 (41.) mit einem 6:0-Lauf binnen neun Minuten und entschieden die Partie vorzeitig (27:20/54.).

Spielfilm: 1:1 (3.), 2:4 (9.), 5:4 (13.), 10:6 (23.), 14:9 – 14:13 (35.), 18:15 (41.), 18:21 (49.), 20:27 (54.), 22:31 (58.), 25:31.
Tore TVB: Gruber 9/1, Oster 4, Friedlin 3, Herde 2, Herzog 2/2, Tepel 2, Wißler 2, Winzer 1.


SPORTSCHIESSEN

Schützen ohne Punkte

Nein, ein Heimvorteil hat sich für die Luftpistolenschützen des ESV Weil nicht bemerkbar gemacht. Beim Wettkampfwochenende in Ötlingen verlor der Bundesligist seine beiden Duellen jeweils mit 2:3. Der Tscheche Pavel Svetlik erfüllte die Erwartungen mit zwei Punkten, und Neuzugang Luca Schröder legte nach seinem schon überzeugenden ESV-Debüt nach. In seinen beiden Duellen bewies der 21-Jährige Nervenstärke, setzte sich mit zwei respektive einem Ring Vorsprung durch. Und zumindest am Samstag gegen den SV Murrhardt-Karnsberg hätte dies als Basis für einen Weiler Sieg reichen können, doch in der Summe kam der ESV nicht an seine Auftaktwerte heran. So sind jene 376 Ringe, die SV-Schütze Patrik Lengerer hinlegte, für Michael Schwald normalerweise eine annehmbare Hürde. Doch blieb Schwald (373) unter seinen Möglichkeiten. Tags darauf gegen SGi Ludwigsburg übertraf er die 380er-Marke, doch gegen den Vorjahresdritten der Süd-Staffel hängen die Trauben höher. Für Schwald blieb sein Kontrahent Florian Brunner mit 387 Ringen außer Reichweite, und somit für den ESV auch der zweite Saisonsieg.

ESV Weil – SV Murrhardt-Karnsberg 2:3 (1868:1882 Ringe). Svetlik – Heider 378:374; Schwald – Lengerer 373: 376; Schröder – Renner 372:370; Schebesta – Braun 375:389; Schelken – Stritt 370:373.
ESV Weil – SGi Ludwigsburg 2:3 (1880:1894 Ringe). Svetlik – Venta 380:378; Schwald – Brunner 381: 387; Schröder – Dzierzon 375:374; Schebesta – Goberville 373:381; Schelken – Potteck 371:374.