Volleyball

Offenburgs Frauen siegen gegen Erstliga-Absteiger 3:1

Wolfram Köhli

Von Wolfram Köhli

Sa, 19. November 2016 um 23:06 Uhr

Volleyball

Im zweiten Spitzenspiel in Serie behält der VC Offenburg die Oberhand. Vor 600 Fans wurde der Bundesliga-Absteiger aus Straubing in einem intensiven Duell mit 3:1 Sätzen besiegt - mit einer Leistung, die einem Spitzenteam entspricht.

Der VC Offenburg mobilisierte beim 21:25, 27:25, 27:25, 25:12 sämtliche zur Verfügung stehende Kräfte. So feierte Katrin Kreuzer mehr als ein Jahr nach ihrem Kreuzbandriss ein Comeback. Lisa Solleder war als zweite Libera im Einsatz, da Franziska Fried noch immer krank ausfällt. Im Vorfeld wurde kräftig die Werbetrommel für die Partie gerührt. Alles Zeichen der Einordnung des Spieles. Es hatte Richtung weisenden Charakter.
Und so entwickelte sich das Spiel vor der stärksten Kulisse der Saison zu einem echten Bringer, dessen Besuch keiner bereuen musste - und dies unabhängig des Ergebnisses.

Fehler in der Annahme im ersten Satz

Lange Zeit erwies sich die Annahme als Achillesferse des Offenburger Spiels. Es mangelte an Präzision beim ersten Ball und dies engte die Möglichkeiten im Spielaufbau ein. Somit erklärte sich der Verlust des ersten Durchgangs mit 21:25. Im Vergleich zweier Mannschaften, die sich nicht viel nahmen, waren es auch in der Folge nur Kleinigkeiten, die den Ausschlag gaben. Der Bundesligaabsteiger aus Straubing zeigte sich nicht nur über die Mitte, sondern insgesamt im Angriff durchschlagskräftiger. Etwas mehr als eine Stunde lang folgten zwei Sätze, die für die Sportart richtig die Werbetrommel rührten. Die Offenburgerinnen machten das wahr, was sie angekündigt hatten. "Wir brauchen die Fans." Und die Leute auf den Tribünen waren es, die der Moral und Kampfkraft fast Flügel verliehen. Denn spielerisch lagen die Vorteile bei den Gästen.

Lob von der Trainerin

"Wir haben große Moral gezeigt", sagte VCO-Trainerin Tanja Scheuer hernach und beschrieb Szenen wie im zweiten Satz. 18:20, 20:22, 23:24 und dann riss Molly Karagyaurov mit drei Punkten in Serie ihr Team zum ersten emotionalen Höhepunkt des Abends. Das 27:25 war Motivation und Grundlage einer weiteren spielerischen Steigerung. Vor allem Mittelblockerin Tanya Paulin profitierte von der besser Annahme und den Zuspielen von Richarda Zorn. Nach dem 6:9 bekamen die Offenburgerinnen den Gegner besser in den Griff. Gelaufen war noch nicht. Dem 21:17 folgte das 21:21, das 23:21 und nach dem 25:25 wieder Nervenkitzel pur bis zum 27:25. Bereits nach dem dritten Satz war die Entscheidung gefallen. "Uns ging danach etwas die Kraft aus", sagte Gästetrainer Andreas Urmann und gestand auch ein, dass der Glaube an den Tiebreak gebrochen war. Das zeigte sich beim 25:12 der Gastgeberinnen, die letztlich sich mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung den Erfolg verdienten.