Pech für Holzkamm: persönliche Bestzeit erst im B-Finale

Boris Troll

Von Boris Troll

Do, 24. November 2016

Schwimmsport

Schwimmer der SG Regio Freiburg verspekuliert sich im Vorlauf bei der deutschen Kurzbahnmeisterschaft.

SCHWIMMEN (btr). Das Absolvieren von Wettkampfstrecken folgt bei Spitzenschwimmern ganz bestimmten automatisierten Mustern. Startsprung, Eintauchen, Zugfrequenz beim Schwimmen der Gesamtlage sowie der Anschlag sind fest einstudierte Komponenten.

Wieso Thomas Holzkamm (SG Regio Freiburg) im Vorlauf der deutschen Kurzbahnmeisterschaft in Berlin in seiner Spezialdisziplin, den 50 Meter Schmetterling, dieses Muster änderte, weiß wohl nur er selbst. Nur zehn statt üblicherweise dreizehn sogenannter Delphinkicks führte Holzkamm im Übergang von Startsprung zum Schwimmen durch. Dadurch verpasste der 20-Jährige nach 24,43 Sekunden die erhoffte Finalteilnahme um drei Hundertstel Sekunden. Dass er das Potenzial hat in der absoluten Spitze mit schwimmen zu können, zeigte er dann jedoch im B-Finale. Das Rennen gewann er in neuer persönlicher Rekordzeit von 24,02 Sekunden. Im Finale hätte dies Platz vier bedeutet. In einem weiteren B-Finale über die 100 Meter Schmetterling (54,66) erreichte Holzkamm Platz acht.

In Abwesenheit von Topschwimmerin Dörte Baumert, die krankheitsbedingt absagen musste, war somit auch die letzte Freiburger A-Finalhoffnung dahin. Was den Gesamteindruck der SG Regio keinesfalls schmälern sollte. Mit neun Athleten angetreten, gab es neben Holzkamm vier Teilnahmen in B-und C-Finals.

Erstmals in einem B-Finale stand Niklas Haas. Und das gleich zweifach. Über die 100 Meter Schmetterling (54,65) erreichte er Platz sieben, über 50 Meter Schmetterling (24,76) wurde er Achter. Im C-Finale über 200 Meter Schmetterling (2:02,73) sicherte er sich Platz sieben. Brustspezialist Timo Stöhr hatte seinen großen Auftritt über 200 Meter Brust. Hier konnte er durch eine deutliche Steigerung seiner persönlichen Bestzeit in 2:16,75 Minuten das C-Finale gewinnen. Simon Grimm wurde im C-Finale über 200 Meter Freistil (1:51,67) Siebter ebenso wie Freiburgs einzige weibliche Finalistin Anika Längin über 200 Meter Lagen (2:20,64).

Komplettiert wurde das gute Freiburger Abschneiden mit den Staffeln. Hier wurde die 4x50 Meter Freistilstaffel (1:42,90) mit Thomas Holzkamm, Toni Pinkes, Niklas Haas und Marco Färber-Gonzalez Zwölfte . In der gleichen Besetzung erreichte die 4x50 Meter Lagenstaffel (1:33,77) die selbe Platzierung.