Ringer biegen auf die Zielgerade ein

tfe

Von tfe

Fr, 02. Dezember 2016

Ringen

RKG Freiburg erwartet ungeschlagene Burghausener / Eschbacher im Berchtesgadener Land.

RINGEN (tfe). Mit einem ausgeglichenen Punktekonto (15:15) hat sich Ringer-Zweitligist RKG Freiburg auf der Zielgeraden im Mittelfeld der Tabelle bequem gemacht. "Unsere Ansprüche vor der Saison waren wesentlich ambitionierter. Eine Platzierung so um den dritten Rang herum, doch das Verletzungspech, gerade in den oberen Gewichtsklassen, ließen einfach nicht mehr zu", so die Erklärung von RKG-Coach Luigi Tascillo. Am drittletzten Kampftag prüfen die Freiburger als Gastgeber am Samstag, 19.30 Uhr, den bislang ungeschlagenen Tabellenführer SV Wacker Burghausen in der Vigeliushalle.

"Wenn die mit voller Kapelle antreten, sind unsere Siegchancen relativ gering", schätzt der RKG-Coach die Situation realistisch ein. Sein Personalnotstand hat weiterhin Bestand. Freistil-Schwergewichtler Viktor Reh ging zwar beim 17:14-Sieg in Nürnberg auf die Matte, "doch wenn der Gegner ans Bein geht, muss Viktor den Punkt abgeben", sagt der Freiburger Übungsleiter und weiß, dass sein Athlet noch nicht vollständig fit ist. Rehs Pendant im Greco-Stil, Pavel Burla, hat nach seiner Hand-OP das Training wieder aufgenommen, doch glaubt Tascillo nicht, dass Burla bereits am Samstag den Ringerdress gegen den Spitzenreiter überstreifen wird. "Wir haben nichts zu verlieren und werden uns deshalb nicht verstecken", lautet die Marschroute von Tascillo für das Duell mit dem Titelanwärter Nummer eins.

SVE-Ringer ohne Georgiev nach Anger

Im vorletzten Auswärtskampf des SV Eschbach 1967 beim SC Anger wird der bulgarische Greco-Leichtgewichtler Nasko Georgiev aufgrund einer Disqualifikation im sonntäglichen Derby gegen den ASV Urloffen fehlen. Aber auch sein ASV-Gegner Van Chlovelle Meier wurde von Mattenleiter zusammen mit dem Bulgaren nach sechs Minuten frühzeitig unter die Dusche geschickt. "Wir werden versuchen, die Klasse zu besetzen, um vollzählig antreten zu können. Das sind wir dem Gegner und dem Publikum schuldig", sagte der SVE-Vorsitzende Matthias Martin. Mit dabei ist auch wieder Mittelgewichtler Julian Steinbach, der beim Derby aus privaten Gründen fehlte. Die Gastgeber aus dem Berchtesgadener Land scheinen den Dreisamtälern jedoch nicht ganz unsympathisch, feierten die Eschbacher gegen die Bayern in der Hinrunde mit 17:12 ihren ersten Heimsieg.

Natürlich gibt der freiwillige Liga-Ausstieg der Eschbacher Anlass für Spekulationen. Matthias Martin wie auch Coach Wolfgang Radmacher hoffen zwar, dass die Mannschaft zusammenbleibt; das wird aber nur schwer zu bewerkstelligen sein. Denn der eine oder andere SVE-Ringer, das konnte Martin schon feststellen, weckt bereits Begehrlichkeiten bei der Konkurrenz.