Ringen

RKG Freiburg bezwingt den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer

Benedikt Hecht

Von Benedikt Hecht

Sa, 03. Dezember 2016 um 22:34 Uhr

Ringen

Es gleicht einer Sensation: Die Zweitligaringer der RKG Freiburg bezwingen den bis dato ungeschlagen Tabellenführer Wacker Burghausen 13:12. Ein unglückliche 13:15-Niederlage kassiert der SV Eschbach 1967 beim SC Anger.

Geglaubt hatten die wenigstens vor dem Kampf an so ein Resultat: 13:12 prangte nach zehn Kämpfen auf der Anzeigentafel. Die RKG Freiburg brachte dem bis dato unbesiegten Tabellenführer der 2. Ringerbundesliga SV Wacker Burghausen die erste Saisonniederlage bei.

Ausschlaggebend dafür waren die letzen beiden Mattenduelle in der Vigelius-Halle in Freiburg. Erst besiegte Greco-Weltergewichtler Rainhold Kratz seinen Gegenüber Haliz Yilmaz technisch Überlegen (15:0) und holte damit einen immens wichtigen Vierer, danach gelang Freistil-Weltergewichtler Ion Vasilachi ein 7:1 Punktsieg über Nikolay Kurtev. Die Halle bebte, der 13:12-Sieg war perfekt. "Der Vierer von Rainhold hat mich total überrascht", gestand der noch immer ungläubig den Kopf schüttelnde RKG-Coach Luigi Tascillo. Wenn überhaupt hätte er Kratz "einen Punktsieg zugetraut."

RKG Freiburg startet schlecht

Dabei begann der Wettkampf mit einem Fehlstart für die RKG. Freistil-Fliegengewichtler Matthias Liebherr wurde bereits nach sieben Sekunden von Ivan Djorev geschultert. Der angeschlagene Schwergewichtler Viktor Reh kassierte gegen Miroslav Geshev eine Punktniederlage. "Er hat sich trotz seiner Probleme in den Dienst der Mannschaft gestellt" (Tascilli). Auch Yasin Uzun musste ein 1:16-Niederlage hinnehmen. Lediglich Krasimir Krastanov im Freistil-Bantamgewicht und Amiran Shavadze konnten vor der Pause für Punkte auf dem Freiburger Konto sorgen.

Doch nach der Pause nahm die RKG fahrt auf: Lars Schäfle und Florian Losmann holten jeweils einen Punkt für die Freiburger Ringer. Als Maximilian Remensperger sich dann seinem Kontrahenten Maximilian Lukas nach Punkten geschlagen geben musste, glaubte kaum einer unter den Zuschauern noch an einen Sieg, doch dann schlug die Stunde von Kratz und Vasilachi.

SV Eschbach verliert unglücklich beim SC Anger

Eine bittere 13:15-Niederlage musste der SV Eschbach 1967 beim SC Anger hinnehmen. Insgesamt gewann der Neuling aus dem Dreisamtal sechs der zehn Mattenduelle, doch "am Ende standen zu viele Vierer gegen uns", befand Schwergewichtler Andres Benitz. Im Freistil-Leichtgewicht fehlte den Eschbachern mit dem gesperrten Nasko Georgiev ein Starter, Benitz und Freistil-Weltergewichtler Manuel Rombach im letzten und entscheidenden Kampf kassierten technische Überlegenheits-Niederlagen. "Diesen Punkten rennst du einfach hinterher", erklärte Benitz. Der Mattenkämpfer zog aber auch positives aus dem Auftritt in Anger: "Wir haben uns insgesamt sehr gut verkauft, was ja auch die sechs Einzelsiege beweisen, daher hätten wir auch gerne mehr mitgenommen." Bis zur Halbzeit sah es noch gut für die Eschbacher aus, führten sie doch zu diesem Zeitpunkt mit 11:4, ehe die bitteren Einzelniederlagen hinzukamen.