Kein Hoffnungsschimmer in Sicht

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 27. November 2017

Rollhockey

RSV Weil bleibt in der Rollhockey-NLA auch nach sechs Spielen ohne Punkt / 1:5-Niederlage gegen Aufsteiger SC Thunerstern.

ROLLHOCKEY Nationalliga A: RSV Weil – SC Thunerstern 1:5 (0:2) (BZ). Der Himmel über dem Nonnenholz verdunkelt sich weiter. Für den RSV Weil ist derzeit kein Hoffnungsschimmer in der Nationalliga A in Sicht. Auch im sechsten Saisonspiel blieb der Rollhockeyclub ohne Punktgewinn – 1:5 gegen Liganeuling SC Thunerstern.

Was bleibt dem RSV nach einer weiteren Niederlage? Nur der schwache Trost, dass die Partie bis in die Schlussphase hinein offen war, die Gäste das Ergebnis erst mit drei späten Treffen noch deutlich gestalteten. Doch das Klassement offenbart keine Aufschlüsselung in gute und schlechte Spielphasen, Bonuspunkte lassen sich weder für Moral noch für ein Chancenplus notieren. Was bleibt, sind die nackten Zahlen. Und die besagen: Mit der NLA-Konkurrenz können die Weiler derzeit nicht mithalten. Sechs Spiele, sechs Niederlagen, kein Punkt. Im Schnitt erzielt der RSV die wenigsten Tore (1,84) und kassiert die meisten Treffer (6,17) in der NLA.

Gegen Thunerstern hatten die Weiler die Chance, sich in Schlagdistanz zum Tabellensechsten zu bringen. An Chancen mangelte es den Weilern nicht, doch geht dem Kellerkind die Kaltschnäuzigkeit vor des Gegners Tor ab. Aus wenigen Möglichkeiten viel Ertrag zu erzielen, diese Rechnung geht beim RSV nicht auf.

An Anschauungsunterricht mangelt es ihnen dabei nicht, regelmäßig vollführen ihre Gegner ein effizientes Angriffsspiel. So auch der Aufsteiger. Nach einer Viertelstunde überrumpelte Gian Rettenmund die Weiler an der Bande und nutzte ein kollektives Fehlverhalten in der Defensivbewegung zur Führung. Beim zweiten SC-Treffer genügten Lorenzo Rui zwei Körpertäuschungen zu einem unbedrängten satten Abschluss – mit 0:2 lag der RSV zur Pause zurück.

Allmählich wird der Rückstand in dieser Saison zur Weiler Tradition: Bereits zum fünften Mal kassierte der RSV den ersten Treffer der Partie. Die Folge: stetes Anlaufen, zusätzliche Kräfte mobilisieren und Risiko erhöhen. Gegen Thunerstern resultierte daraus der Anschlusstreffer durch Tim Schaller nach 34 Minuten, in der Schlussphase allerdings war nur Thunerstern erfolgreich und zog auf 5:1 davon.

Nur weil die Konten des RHC Dornbirn und des RHC Genf, bedingt durch Punktabzüge, ebenfalls noch bei Null stehen, hat der RSV Weil im Tabellenkeller noch Gesellschaft. Am Sonntag geht’s zum Rückspiel nach Thun. Es spricht, Stand jetzt, nicht viel dafür, dass die Wende eingeleitet wird.

Tore: 0:1 Gian Rettenmund (16.), 0:2 Rui (21.), 1:2 Schaller (34.), 1:3 Raphael Rettenmund (43.), 1:4 Gian Rettenmund (48.), 1:5 Tommasi (50.). Zuschauer: 80.