Schenk gibt Doping zu

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Von dpa

Mi, 29. August 2018

Leichtathletik

Zehnkampf-Olympiasieger nennt nach 30 Jahren Details.

BERLIN (dpa). 30 Jahre nach seinem Zehnkampf-Olympiasieg für die DDR hat Christian Schenk Doping zugegeben und auch über spätere gravierende psychische Probleme gesprochen. "Die Depressionen waren so tief gewesen, dass ich sogar daran gedacht hatte, meinem Leben ein Ende zu setzen", sagte der 53 Jahre alte Rostocker in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Mit 20 Jahren sei er zum ersten Mal gedopt worden. "1985. Für mich war das wie das Erreichen der nächsten Stufe, fast eine Würdigung", sagte Schenk. Auch in der "Sport Bild" (Mittwoch) gibt Schenk Doping zu. "Anfangs bestritt ich, jemals verbotene Mittel eingenommen zu haben. Dann legte ich mir die juristisch etwas weichere Antwort zurecht, ich hätte nie wissentlich gedopt. Beides war gelogen", sagte der WM-Dritte von 1991.

In seiner am kommenden Montag erscheinenden Autobiografie beschreibt der ehemalige Weltklasse-Zehnkämpfer, er habe die "Oral-Turinabol-Pillen wie bunte Smarties" geschluckt. Ines Geipel, die Vorsitzende der Doping-Opfer-Hilfe, sagte in Hinblick auf Schenks Beichte: "Das Problem von Doping und Psyche muss von der Gesellschaft unbedingt ernstgenommen werden."