Das Stechen entscheidet gegen Heitersheim

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Von BZ-Redaktion & Matthias Kaufhold

Di, 06. November 2018

Schießen

Luftgewehrschützen aus der Malteserstadt verlieren Heimwettkampf in der zweiten Bundesliga gegen Königsbach denkbar knapp mit 2:3 / Kurzfristige Ausfälle.

SCHIESSEN (BZ/mat). Die Sportschützen des KKSV Heitersheim werden in der zweiten Bundesliga Südwest nicht gerade vom Glück verfolgt. Beim Heimwettkampf am Sonntag im Heitersheimer Schützenhaus kassierte die Luftgewehr-Mannschaft aus der Malteserstadt ihre dritte 2:3-Niederlage in dieser Saison – und das gegen den KKS Königsbach II erst im Stechen. Zuvor hatten die Gastgeber noch einige personelle Ausfälle verkraften müssen.

Spannung pur war geboten bei den Zweitliga-Wettkämpfen in Heitersheim. Beim Wettkampf am Vormittag setzte sich Tabellenführer SV Fenken gegen den SV Schopp erst im letzten Schuss mit 3:2 durch. Anschließend musste im Duell zwischen Heitersheim und Königsbach sogar das Stechen entscheiden. Nachdem alle zehn Schützen ihre 40 Wettkampfschüsse ins Ziel gebracht hatten, stand es 2:2. Da im Schießsport Unentschieden ausgeschlossen sind, mussten der Heitersheimer Dominik Vidakovic und sein Kontrahent Stefan Duss nach jeweils 385 Ringen ins Stechen. Hier verlor der Heitersheimer mit 8:9, sodass der Mannschaftssieg mit 3:2 an Königsbach ging. "Stechschüsse sind wie Elfmeterschießen im Fußball. Da entscheidet mehr das Glück als das Können", tröstete Trainer Hariolf Schmid seinen Schützen.

Der Wettkampf stand für den KKSV unter einem schlechten Stern. Urlaubsbedingt fehlte die Nummer eins, Fabienne Füglister. Als sich ihre Ersatzkraft Jasmin Mischler kurz vor dem Wettkampf an der Hand verletzte und auch Melanie Hamm nicht einsatzfähig war, musste die ganze Mannschaft umgestellt werden.

So rückte die Junioren-Nationalschützin Kim Schladebach an die erste Position und traf auf eine der besten Jungschützinnen aus Frankreich. Trotz guter 389 von 400 möglichen Ringen unterlag Kim Schladebach ihrer Gegnerin Emilie Gomez (394). Sehr gute 387 Ringe reichten auch für Larissa Hege an Position fünf nicht, um einen Punkt zu holen. Ihre Gegnerin Karina Schneider erwischte mit 396 Ringen einen Sahnetag und sicherte einen weiteren Punkt für Königsbach.

Besser sah es für Heitersheim auf den Positionen zwei und drei aus. Susanne Schladebach führte von Anfang an und gab diese Führung bis zum Schluss nicht mehr ab (392:387). Julia Schmidt zeigte sich als Nummer drei äußerst nervenstark. Erst machte sie nach anfänglichen Schwierigkeiten einen Rückstand wett und schoss dann mit den beiden letzten Schüssen jeweils eine Zehn zum knappen Sieg (386:385). Somit stand es 2:2, sodass im ausgeglichenen Duell an Position vier das Stechen entscheiden musste.

"Wir haben jetzt dreimal mit dem knappsten aller möglichen Ergebnisse verloren", bilanzierte Hariolf Schmid, "irgendwann muss sich das Glück auch uns zuwenden". Die Sportler des KKSV bleiben weiterhin zuversichtlich. Die geschlossene Teamleistung und die Ergebnisse der Ersatzkräfte zeigen das Potential, das in der Mannschaft steckt.

Die Gegner werden allerdings nicht einfacher. Beim nächsten Wettkampftag am 2. Dezember warten zwei Hochkaräter auf die Heitersheimer: der letztjährige Zweitliga-Meister und Gastgeber SV Schopp sowie der SSVG Brigachtal, der Absteiger aus der ersten Bundesliga.