Reitsport

Schwerer Unfall beim Turnier in Donaueschingen

dpa, str, jd, aktualisiert um 17.03 und 19.23 Uhr

Von dpa, Andreas Strepenick, Jochen Dippel, aktualisiert um 17.03 & 19.23 Uhr

Sa, 16. September 2017 um 15:40 Uhr

Reitsport

Die Geländefahrt der Vierspänner beim internationalen Reit- und Fahrturnier in Donaueschingen ist von einem schweren Unfall überschattet worden. Eine Beifahrerin fiel vom Wagen.

Der 31-jährige Schwede Axel Olin fuhr mit seinem Vierspänner am Samstag im Wasserhindernis gegen einen Pfosten. Dabei fielen der Kutscher und seine beiden Beifahrer vom Geländewagen. Eine Beifahrerin verletzte sich nach Angaben der Pressestelle so schwer, dass sie ins Krankenhaus transportiert werden musste. Die Pferde konnten unverletzt wieder gestoppt werden. Die Geländefahrt wurde nach einer Unterbrechung fortgesetzt.

Reiter aus 15 Nationen am Start

Beim 61. internationalen Reit- und Fahrturnier in Donaueschingen starten noch bis zum Sonntag Reiter und Fahrzeuge aus 15 Nationen. Das Viererzug-Gespannfahren mit dem Geländemarathon als Herzstück begann am Samstag um 10 Uhr. Es sollte schon als Test für die deutsche Meisterschaft 2018 und die Europameisterschaft des Jahres 2019 in Donaueschingen dienen.

"Der Unfall bei der Viererzug-Geländefahrt ereignete sich am frühen Nachmittag", berichtete BZ-Sportreporter Jochen Dippel telefonisch vor Ort. Bei Hindernis vier sei der Wagen bei der Ausfahrt gegen einen Pfosten geknallt. Drei Personen hätten sich auf dem Bock befunden. Anders als die Nachrichtenagentur dpa berichtete Dippel, dass sich auch der zweite Beifahrer bei dem Unfall verletzt habe. Entgegen ersten Meldungen sei ein Rettungshubschrauber zwar angefordert worden, am Ende aber nicht zum Einsatz gekommen. Die verletzte Frau sei in einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht worden.

Wettkampf über eine Stunde unterbrochen

Die Pferde seien zunächst wild davon galoppiert, dabei sei der Wagen ein weiteres Mal umgekippt. Beherzten Helfern sei es schließlich gelungen, die Pferde zu stoppen. Der Wagen selbst soll irreparabel beschädigt sein. Der Wettkampf sei über eine Stunde lang unterbrochen worden. Inoffiziellen Angaben zufolge soll sich die Beifahrerin unter anderem einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen haben und nicht ganz so schwer verletzt sein wie zunächst befürchtet.

"Der Unfall sah Augenzeugen zufolge spektakulär aus", berichtete Dippel am Abend. Der Wagen habe sich mehrfach gedreht und überschlagen. Am Ende hätten alle Beteiligten wohl noch Glück gehabt, dass nicht mehr geschah.