Seiler schafft’s zur EM

sid

Von sid

Mo, 07. Mai 2018

Leichtathletik

Der in Freiburg trainierende Geher bei Team-WM in China stark.

TAICANG/FREIBURG (gg). Nathaniel Seiler, in Freiburg trainierender und für den TV Bühlertal startender Geher, hat sich am Samstag im chinesischen Taicang für die Leichtathletik-Europameisterschaft in Berlin (7. bis 12. August) qualifiziert. Bei der Team-WM kam der 22-Jährige über 50 Kilometer nach 3:54:54 Stunden ins Ziel und unterbot die vom Deutschen Leichtathletik-Verband festgelegte EM-Qualifikationsnorm um 1:06 Minuten. Damit werden zwei Freiburger Geher bei den kontinentalen Titelkämpfen in der deutschen Hauptstadt vertreten sein. Denn Carl Dohmann, der für den SCL Heel Baden-Baden startet, hatte bereits als Zehnter der WM 2017 in London die Norm für Berlin erfüllt.

Nathaniel Seiler hatte sich das Rennen klug eingeteilt in der knapp eine Million Einwohner fassenden Stadt, die im Osten Chinas liegt, fast 50 Kilometer nordwestlich vom Zentrum Schanghais. Der 22-Jährige begann zurückhaltend und nutzte dann die Überrundung durch die Spitzengruppe. Denn er heftete sich an die Fersen des später Fünftplatzierten Qin Wang (China), um sich einige Runden mitziehen zu lassen und am Ende als 20. bester der drei deutschen Teilnehmer über die 50 Kilometer zu werden.

Für Carl Dohmann lief der Wettkampf nicht so gut. Beim Sieg des Olympiadritten Hirooki Arai (Japan/3:44:25) war der 27-Jährige von Kilometer 28 bis 45 zwar der beste deutsche Geher. "Aber nach Kilometer 35 ging’s bei mir bergab", berichtete Dohmann der Badischen Zeitung. "Dafür war Platz 23 in 3:55:58 Stunden noch passabel, aber ich habe mir mehr erhofft", so Dohmann, der zusammen mit Seiler und Karl Junghannß (Erfurt/Platz 31 in 4:02:36 Stunden) beim Sieg Japans Rang sechs in der Team-Wertung belegte.

Junghannß war lange weit vorne unterwegs, musste nach 28 Kilometern aber für fünf Minuten in die sogenannte Pit Lane. Carl Dohmann: "Die ist dieses Jahr neu eingeführt worden. Nach drei Verwarnungen wird man nicht direkt disqualifiziert, sondern erhält eine Zeitstrafe von fünf Minuten, bevor man weitergehen darf. Es ist aber noch unklar, bei welchen weiteren Wettkämpfen diese Regel angewandt wird. In diesem Fall hat sie uns aber gerettet, denn ohne Karl Junghannß wären wir nicht in die Teamwertung gekommen."