"Sind um den Punkt froh"

Matthias Konzok

Von Matthias Konzok

Mo, 23. Oktober 2017

Ringen

WKG Weitenau-Wieslet mit 13:13-Remis gegen Reilingen.

RINGEN Regionalliga: WKG Weitenau-Wieslet – RKG Reilingen-Hockenheim 13:13 (zok). Simon Dürr ist ein Punktegarant. Gerade in den engen Duellen geben seine Siege oft den Ausschlag zugunsten der WKG Weitenau-Wieslet. Doch der Greco-Spezialist ist seit Wochen angeschlagen – seine Punkte fehlen, auch beim 13:13 gegen die RKG Reilingen-Hockenheim. Gegen den Tabellennachbarn in der Ringer-Regionalliga hatte die WKG auf einen Sieg gehofft, aber "am Ende sind wir um den Punkt froh", sagte Trainer Marc Viardot.

Die WKG führte vor dem letzten Kampf mit 13:10, so dass Dürr, der eine Klasse höher antrat (75 Kilogramm), doch ringen musste, um maximal drei Punkte abzugeben – was Dürr auch schaffte. "Er hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt und den Punkt gerettet", lobte Viardot.

WKG-Talente offenbaren trotz Niederlagen ihr Potenzial

Der Sieg wäre dennoch möglich gewesen, denn der Vorsprung vor der Pause (11:6) hätte höher ausfallen können. So hätte Maximilian Tröndlin, der erneut Gewicht gemacht hatte und im Fliegengewicht antrat, gegen den Rumänen Marius-Catalin Badea (2:12) nicht drei Zähler abgeben müssen. Dass er aber in der Lage ist, einem ausländischen Ringer derart Paroli zu bieten, zeigt wiederum seine "super Entwicklung. Er ist trotz seines jungen Alters schon ein guter Regionalligaringer", lobte Viardot.

WKG-Talent Simon Leisinger (66 F) kam bei seinem Regionalligadebüt über die Zeit, war gegen den erfahrenen Paul Rothausky "im Verlauf der bessere Freistilringer", so Viardot. Dennoch gab Leisinger ebenfalls drei Punkte ab (2:13). Doch auch dies verdeutlicht das Potenzial der jungen WKG-Mannschaft. "Das Lob ist größer als die Kritik", betonte Viardot.

Und dass Michael Herzog (130 G) nach seiner Mittelohrentzündung gegen den deutlich schwereren Erik Offenloch nur drei Punkte holen konnte, war ein weiterer Mosaikstein des Unentschiedens.