Volleyball

Spielerinnen des VC Offenburg wahren Titelchance in der zweiten Bundesliga Süd

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Sa, 08. April 2017 um 22:00 Uhr

Volleyball

Die Volleyballerinnen des VC Offenburg haben nach wie vor die Chance, Meister in der zweiten Bundesliga Süd zu werden. Am vorletzten Spieltag gewinnen die Ortenauerinnen mit 3:0 Sätzen beim Schlusslicht DJK München-Süd.

Die Meisterträume des VCO blieben intakt, da Spitzenreiter Sonthofen sein Auswärtsspiel in Straubing mit 1:3 Sätzen verlor.

Handys an – noch vor dem Duschen

Als sich die Südbadenerinnen ihrer Pflichtaufgabe recht souverän entledigt hatten, warfen die Spielerinnen – teilweise noch vor dem Duschen – ihre Handys an. Nun galt es, über einen Liveticker den Spielstand der Partie zwischen dem Tabellendritten Straubing und dem Spitzenreiter Sonthofen zu erforschen. Die Partie begann eine halbe Stunde später als das Spiel in München, welches auch nur 76 Minuten dauerte.

Die frohe Nachricht dringt durch

Und siehe da: Es erreichte die VCO-Volleyballerinnen und Teammanager Florian Scheuer eine frohe Kunde: Die Allgäu-Strom Volleys lagen mit 1:2 Sätzen zurück, und hatten eine halbe Stunde später auch noch den vierten Durchgang verloren – mit 21:25. Und damit das gesamte Match – mit 1:3 Sätzen. Damit liegen die Sonthofenerinnen in der Tabelle vor dem letzten Spieltag (Samstag, 22. April) mit 44 Punkten nur noch einen Zähler vor den Offenburgerinnen (43). Während der VCO dann ein Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten Bad Soden bestreitet, hat Sonthofen beim Tabellensechsten Rote Raben Vilsbiburg II die vermeintlich schwierigere Aufgabe. "Das wird noch mal richtig spannend in zwei Wochen", sagte Florian Scheuer.

Macht Vilsbiburg den VCO zum Meister?

Sollte Sonthofen dann in Vilsbiburg verlieren und der VCO gewinnen, wäre er Meister – auch wenn er nicht in die erste Liga aufsteigen will und vielmehr eine neunte Saison in der zweiten Liga anstrebt. Gewinnt der Spitzenreiter dagegen, dann wäre er selbst bei einem knappen 3:2-Erfolg Meister, da dann bei Punktgleichheit die erzielten Siege zählen. Und da liegt Sonthofen (16 Siege) vor Offenburg (14 Siege).

VCO hat in München nur zu Satzbeginn Probleme

Beim Schlusslicht in München agierten die Offenburgerinnen nur in der Anfangsphase der ersten zwei Sätze nicht sonderlich konzentriert. Danach konnte das Team um Mannschaftskapitänin Richarda Zorn, die bei den Gästen zur Spielerin des Tages gewählt wurde, ihre spielerische Überlegenheit zeigen. Nachdem der VCO mit den Aufschlägen der Volleyballerinnen aus der bayerischen Landeshauptstadt besser zurechtkam, war er in Annahme und Abschluss letztlich klar überlegen. Der Tabellenletzte, der bei einem Sieg noch minimale Chancen auf den Ligaverbleib gehabt hätte, verlor den ersten Durchgang mit 21:25 und den zweiten mit 20:25. Im dritten Satz erlahme die Gegenwehr der Münchnerinnen, so dass Offenburg zu einem 25:11 kam. "Es war ein toller Ausflug nach München. Denn wir konnten gewinnen und allen Akteurinnen ordentlich Spielzeit geben. Zudem gab Franziska Fried nach langer Verletzung ihr Comeback", bilanzierte Teammanager Scheuer hochzufrieden.