Kommerzvorwurf

Felix Neureuther erneuert seine Kritik an den Olympischen Spielen

dpa

Von dpa

Sa, 11. August 2018 um 00:00 Uhr

Sportpolitik

Der Skirennfahrer Felix Neureuther sieht Olympia zur Profitmaschine verkommen.

Skirennfahrer Felix Neureuther hat seine Kritik an den internationalen Verbänden erneuert. Diese seien durch ihre Profitgier Schuld daran, dass sich Fans teilweise vom Sport distanzierten, sagte der 34-Jährige der Süddeutschen Zeitung am Freitag.

Vor allem die Vergaben der Winterspiele an Sotschi 2014, Pyeongchang 2018 und Peking 2022 durch das Internationale Olympische Komitee ärgern ihn. "Wie soll dieses einzigartige Produkt Olympia da noch glänzen?", fragte er. "Das IOC streicht die viele Kohle selber ein, anstatt nachhaltig auch die davon profitieren zu lassen, die die Spiele veranstalten oder die Show bieten.

So erreicht man die Menschen nicht, sondern killt die grandiose Sportbegeisterung." Dass Sport so viel Geld generiere, sei zwar bewundernswert. "Das Verteilungsprinzip stimmt aber leider nicht, weil wenige alles für sich haben wollen und dabei Mittel und Wege einschlagen, die absolut nichts mehr mit den ideellen Werten des Sportes zu tun haben. Es geht um Bereicherung, Macht, Politik und das eigene Ego und nicht mehr um das, wofür Sport steht, nämlich Fair Play."