SPORTSPIEGEL

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Von BZ-Redaktion, Stephanie Maier-Straubmüller & Peter Schaub

Mo, 05. Dezember 2016

Südbadenliga

SÜDBADENLIGA FRAUEN

Pflichtsieg ohne Glanz

TV Lahr – SF Eintracht Freiburg 30:19 (16:10) (bz). Mit einem Pflichtsieg beendete der Tabellenführer sein letztes Heimspiel des Jahres erfolgreich. Dabei taten sich die Lahrerinnen durchaus schwer. Zwar gingen sie mit einer Sechs-Tore-Führung in die Pause, doch eine wirklich tolle Leistung zeigten sie dabei nicht. Nach der Halbzeit baute die treffsichere Hanna Steinmetz die Führung in der Offensive aus, und auch in der Defensive war der TVL nun sattelfester. Torfrau Katharina Hinmelsbach zeigte dabei einige Paraden. Bei einem Acht-Tore-Vorsprung in der 42. Minute war das Spiel dann quasi entschieden. Trainer Gregor Roll wechselte nun durch, so dass jede Spielerin ihre Einsatzzeit bekam. In der letzten Sekunde sorgte Svenja Bendrich mit einem Tempogegenstoßtor für den 30. Treffer. "Pflichtsieg und zwei Punkte, das ist das Wichtigste. Zufrieden bin ich aber nicht. 25 Fehlwürfe und technischen Fehler sind einfach zu viel", zog Trainer Gregor Roll Bilanz.

TV Lahr: H. Steinmetz 9/1, T. Beathalter 5, L. Kaufmann 5/1, S. Wurth 3, K. Wansidler 3, S. Bendrich 2, T. Möller , N. Müller 1, L. Karl 1. Spiel-Film: 3:1, 6:5 (15.), 10:8 (20.), 15:8, 16:10 – 19:13, 22:14 (42.), 24:14, 26:17, 30:19.


HANDBALL LANDESLIGA NORD

Hartes Stück Arbeit

HSG Ortenau Süd - SV Ohlsbach 29:27 (12:14) (sms). Ein hartes Stück Arbeit war es, das die HSG für den Sieg im letzten Heimspiel des Jahres aufbringen musste. Nach 22 Minuten lag die Mannschaft von Trainer Damir Hasanovic mit vier Treffern zurück, die Gefahr war groß, dass der Gegner davonziehen würde. Zur Halbzeit war der Rückstand jedoch halbiert und nach dem Seitenwechsel biss sich die HSG dann in das Spiel hinein. Die Deckung war agiler und im Angriff wurden die Lücken genutzt. Hinzu kam, dass Torwart Stephan Richini einige Großchancen zunichte machte. Nach sieben Treffern in Folge lagen die HSG mit fünf Toren in Front. Marco Brucker erzielte in dieser Phase drei Tore. Für den Kreisläufer war es das letzte Heimspiel. Er muss sich im Januar einer Knie-OP unterziehen und wird danach wohl die Handballschuhe in den Schrank stellen. Nachdem die HSG die Partie gedreht hatte, wurde sie ruppiger. Die Führung gab die HSG jedoch nicht mehr her, obwohl Ohlsbach noch auf zwei Tore verkürzte und es mit der offenen Manndeckung probierte.

HSG Ortenau Süd: Richini; Betzler 6/3, Fimm, Oschwald 4, Leufke 2, Göpper 4, Regenberg 5, Mirau 1/1, Peter, Eble 2, Panther, Ruf, Herzog 1, Brucker 4. Spiel-Film: 2:2, 3:5 (12.), 7:11 (22.), 10:11, 12:14 – 13:15, 20:15 (42.), 21:18, 24:20 (50.), 25:23, 27:23, 27:25 (56.), 28:26 (59.), 29:26, 29:27.

Absolut chancenlos

HGW Hofweier II – SG Kappelwindeck/Steinbach 22:41 (12:23) (pau).

Nicht den Hauch einer Chance hatte die ersatzgeschwächte Hofweierer Zweite gegen den Meisterschaftsfavoriten. Die SG Kappelwindeck/Steinbach erwies sich im Laufe der Partie dermaßen überlegen, dass am Ende eine richtige Packung für die Gastgeber verbucht werden musste. Allerdings machten es die Akteure aus Hofweier den Gästeangreifern auch allzu leicht. Dass bei Abschlüssen im Bereich von sieben bis acht Metern ohne Körperkontakt der Abwehr auch die Torleute auf verlorenem Posten stehen, war die ernüchternde Bilanz. Der HGW zeigte mehr Krampf als Kampf, und das Ganze gespickt mit technischen Fehlern, die die Gästen über unzählige Gegenstöße in einfache Treffer ummünzten.

HGW Hofweier II: Lir , Hilger; Zimmerman, Remmel 3, Deger 1, Wolber, Glatz, Czauderna 8/3, Rudolf 2/1, Glindemann 3, Hackhofer, Isenmann 4, Zureich 1. Spiel-Film: 3:3, 5:6 (9.), 7:12 (17.), 10:16, 11:19, 12:23 – 15:27 (40.), 17:32, 20:35 (53.), 21:39, 22:41.


HANDBALL LANDESLIGA SÜD

"Erschreckend schwach"

TuS Ringsheim – SG Allensbach/Dettingen-Wallhausen 30:33 (17:18) (daw). Es war noch keine halbe Stunde vergangen seit dem Schlusspfiff, da versuchte Ringsheims Trainer Volker Klatt diese Partie Revue passieren zu lassen. Die Erinnerung war keine schöne, die Enttäuschung noch zu groß. "Erschreckend schwach" habe seine Mannschaft gespielt, so Klatt. In der Defensive fast immer einen Schritt zu langsam, in der Offensive zu lasch in der Chancenverwertung. "Die nötige Einstellung hat gefehlt", so Volker Klatt. Dass der TuS Ausfälle zu kompensieren hatte, war auch nicht hilfreich. "Solch ein Spiel verlierst du in der Abwehr", sprach der Trainer die 33 Gegentreffer an. 30 selbst erzielte müssten zudem eigentlich für einen Heimsieg gegen eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel reichen. Taten sie nicht. Rund acht Minuten vor dem Ende erzielte der TuS jenen 30. Treffer, es folgte kein weiterer. "Der Gegner hat gekäpmpft, und wir sind an uns selbst gescheitert", so Volker Klatt weiter.

TuS Ringsheim: Chaloupka, Folger; Feist 6, Köbele 5, G. Kaufmann 6, Schwende, Blum, Buchmiller 1, Grafmüller 4, Eder 1, Hildebrand 2, Klausmann 5,Stöcklin. Spiel-Film: 3:1, 4:2, 6:6 (10.), 11:11, 12:14 (25.), 14:16, 17:17, 17:18 – 21:21 (34.), 24:24, 27:26 (46.), 29:29, 30:29 (53.), 30:33.

RINGEN OBERLIGA

Meisterlicher Besuch

RSV Schuttertal – KSV Rheinfelden 5:25 (eo). Der KSV Rheinfelden präsentierte sich am Samstagabend in der Schuttertäler Festhalle als würdiger Meister. Das Team präsentierte sich kompakt, kampfstark, technisch versiert und konditionell voll auf der Höhe. Dagegen war von Seiten der Schuttertäler kein Kraut gewachsen. Für den RSV Schuttertal bedeutet diese Niederlage kein Beinbruch. Der Fokus liegt nun eindeutig auf den beiden letzten Kämpfen, die für das Team wichtiger sind. Dass auch die Gäste nicht nur aus dem Vollen schöpfen, zeigte die Klasse bis 61 Kilo, in der Felix Jenter kampflos siegte. Den fünften Mannschaftspunkt für den RSV errang Tomi Hinoveanu gegen den starken und unbequemen Benedikt Rebholz. Tolle Ringkampfkost bekamen die Fans von Johannes Hummel gegen Fabian Wepfer und Martin Himmelsbach gegen Roland Berde geboten. Beide RSV-Athleten unterlagen nur knapp und zeigten sich dabei voll auf der Höhe ihrer Konkurrenten.