TC Schönberg tritt ohne einen Sieg ab

Jürg Schmidt

Von Jürg Schmidt

Mo, 16. Juli 2018

Tennis

Die Freiburger kehren nach einem Jahr in die Badenliga zurück / Der Freiburger TC ist ungeschlagener Meister der Frauen-Oberliga.

TENNIS. Der TC Schönberg beendet den Ausflug in die Regionalliga Südwest ohne Sieg und kehrt in die Badenliga zurück. Das Frauenteam feierte in der Badenliga die ersten Saisonerfolge. In der Frauen-Oberliga wurde der Freiburger TC ungeschlagen Meister und steigt in die Badenliga auf.

Der TC Schönberg konnte in der Männer-Regionalliga keinen Sieg einfahren. "Wir dürfen nicht lamentieren", sagte Trainer Uli Hanser. "Es reicht in der Liga nicht, solide zu spielen – du musst auch den einen oder anderen Schlag auspacken, der über das Normalmaß hinausgeht." Die Freiburger sehen sich in der Rolle des "kleinen Jungen, der die große weite Welt sehen wollte und am Ende froh um die Rückkehr in die Heimat ist – sprich: die Badenliga!" Nichtsdestotrotz sei das Gastspiel im Oberhaus eine wertvolle Erfahrung gewesen. Marvin Schabers Sieg gegen Milan Welte (Sulzbachtal), aktuelle Nummer eins seines Jahrgangs, habe allein den Ausflug gelohnt. "Unser Hauptziel bleibt, die jungen Spieler auszubilden und auf eine Profikarriere oder College-Tennis vorzubereiten", erklärte Hanser. Sami Reinwein, die Nummer zwei des TEVC Kronberg, sei als ehemaliger Jugendspieler und Aktiver ein leuchtendes Beispiel für das Sprungbrett, das Schönberg biete.

In der Frauen-Badenliga hat Schönberg mit den ersten Saisonsiegen das Steuer herumgerissen. In Mannheim gewannen die Freiburgerinnen nach dem 4:2 in den Einzeln alle Doppel. "Das war sehr solide", fand Mannschaftsführerin Franziska "Mucki" Göttsching. Am Sonntag profitierte der TCS davon, dass zwei Heidelbergerinnen verletzt aufgeben und mithin zwei Einzel und ein Doppel herschenken mussten. Nichtsdestotrotz wurde es knapper als erwartet (5:4). "Die zwei Siege waren wichtig", führte Göttsching aus. "Viele Mannschaften haben inzwischen zwei Siege, es geht in der Liga sehr eng zu. Aber nun haben wir es in der eigenen Hand, für den Klassenerhalt zu sorgen."

In der Männer-Oberliga stellte die TSG Lahr/Emmendingen mit dem 7:2-Erfolg beim bisherigen Tabellennachbarn Wiesloch die Ligazugehörigkeit endgültig sicher. Im Spitzenspiel musste sich Matej Kracik zwar nach einem engen Match dem Briten Evan Hoyt geschlagen geben, und Adrian Sexauer unterlag an Position fünf. Aber die übrigen Matches gingen klar an die TSG. Mit der 4:2-Führung im Rücken stärkte die TSG das Dreier-Doppel, das schnell den entscheidenden Punkt holte. In den übrigen zwei Doppeln lagen die Gäste ebenfalls in Front. Wiesloch warf schließlich das Handtuch. "Mit unserer Platzierung im ersten Oberliga-Jahr können wir vollauf zufrieden sein", fand TSG-Trainer Hernan Valenzuela.

Der TC Mengen musste zum Saisonabschluss eine klare Niederlage beim Tabellenführer Grenzach hinnehmen. Sämtliche Einzel gingen an den Spitzenreiter, einzig an Position eins hatte der Schweizer Nico Borter eine Siegchance und unterlag im Match-Tiebreak. Auf die Austragung der Doppel wurde verzichtet. "Bei uns war die Luft heraus", räumte TCM-Cheftrainer Christian Fischer-Gissot ein.

Das Frauenteam des TC Mengen verabschiedete sich mit einer Niederlage aus der Oberliga. Nicola Martin war angeschlagen ins Match gegangen und musste das Spitzenspiel rasch abschenken. Vanessa Besel, Jule Streif, Jana Lenz und Sophia Seidl erspielten eine 4:2-Führung nach den Einzeln. Mengen gab jedoch alle Doppel ab – zwei davon im Match-Tiebreak – und muss ohne Sieg abtreten.

Der TC Schönberg II hatte den Klassenerhalt vorzeitig sichergestellt und konnte in Donaueschingen unbesorgt aufspielen. Gegen das Spitzenteam setzte es eine 1:8-Niederlage. Den Ehrenpunkt erbeutete das Nachwuchstalent Angelina Da Silva Guggenbühler an Position sechs.

Das Frauenteam des Freiburger TC kehrt nach acht Jahren als ungeschlagener Oberliga-Meister in die Badenliga zurück. Das Heimspiel gegen Tiengen war nach den Einzeln mit 5:1 entschieden. "Wir haben schon vor den Doppeln die Korken knallen lassen", verriet Trainerin Eva Birkle-Belbl. Was die Freiburgerinnen freilich nicht daran hinderte, sämtliche Doppel nach Hause zu bringen. "Die Atmosphäre, der Teamgeist in der Mannschaft war entscheidend", sagte die Trainerin. "In der Badenliga wird unsere Philosophie weiterhin darin bestehen, hauptsächlich auf die eigenen Leuten zu bauen: Die Spielerinnen, die bei uns ihre sportliche Heimat gefunden haben."