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07. Juli 2008

Traum-Zeiten für Lisk und Böcherer

Freiburgerin gewinnt Triathlon-Weltcup, Böcherer Ironman-7.

FREIBURG Die Neu-Freiburgerin Ricarda Lisk hat erstmals einen Weltcup der Triathleten gewonnen. Vor 100 000 Zuschauern entschied sie den Wettkampf über die olympische Distanz in Hamburg gestern souverän für sich. Lisk, die erst vor drei Wochen von Waiblingen hierherzog, gehört nun sogar zu den Medaillenkandidatinnen für die Spiele in Peking. Andreas Böcherer aus Freiburg erreichte beim Ironman Frankfurt vor 500 000 Triathlon-Fans einen hervorragenden siebten Platz. Er qualifizierte sich für Hawaii. Nach dem Schwimmen hatte er sogar geführt.

Keine 14 Tage ist es her, dass Hans-Ulrich Wiedmann, der Leiter des Olympiastützpunkts Freiburg-Schwarzwald, die Vorhersage wagte, der Triathlonsport in Südbaden werde künftig höhere Bedeutung erlangen. Ausgesprochen schnell kann er sich nun bestätigt sehen. Erst erreichte Freiburgs Triathlon-Hoffnung Andreas Böcherer gestern Nachmittag in 8:13:33 Stunden als Siebter das Ziel beim erstklassig besetzten Ironman Europe in Frankfurt. Dabei handelt es sich um die Europameisterschaft über die Langdistanz, also 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen. Unmittelbar darauf erzielte Ricarda Lisk, seit drei Wochen in Freiburg wohnhaft, beim Weltcup in Hamburg eines der schönsten Ergebnisse ihrer Karriere. Über die olympische Distanz – also 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen – siegte sie ebenso souverän wie tags zuvor bei den Männern Weltmeister Daniel Unger aus Mengen. Es war ihr erster Sieg in einem Weltcupwettbewerb. Bei der WM in Hamburg hatte sie es im vergangenen Jahr an gleicher Stelle auf Platz fünf geschafft. "Ich werde jetzt noch motivierter ins Training gehen", kündigte Lisk fünf Wochen vor den Olympischen Spielen in Peking an. Ihr Ziel dort sei nach wie vor "ein Platz unter den besten Zehn", sagte die 27-Jährige am Abend der BZ.

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Der 25 Jahre alte Andreas Böcherer erzielte gestern das mit Abstand beste Resultat seiner Karriere. Im Jahr zuvor hatte er es beim Ironman Lanzarote zwar auf Rang fünf geschafft. Die internationale Leistungsdichte gestern in Frankfurt war aber ungleich höher. Nur auf Hawaii starten im Oktober noch mehr Spitzen-Triathleten. Böcherer debütiert dort nun. Nach dem Schwimmen hatte der deutsche Vizemeister über die Mitteldistanz gestern sogar geführt. "Der Andi ist kein Schwimmer, sondern ein Motorboot", urteilte der Freiburger Mountainbiker Moritz Milatz, gestern bei der Marathon-WM vorzeitig ausgeschieden, über seinen besten Freund. Aber auch nach den 180 Kilometern Radfahren lag Böcherer noch gleichauf mit dem späteren Sieger Chris McCormack aus Australien. "Ich bin schon ein bisschen zerstört, aber auch total glücklich", sagte Böcherer gestern Abend: "Heute habe ich richtig einen rausgehauen." Die Frauenwertung entschied Chrissie Wellington aus Großbritannien für sich.

http://www.ricardalisk.de

http://www.andi-boecherer.de









Autor: Andreas Strepenick


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