Volleyball 2. Bundesliga Frauen

VC Printus Offenburg fehlt nur noch ein kleiner Schritt zum Titel

Wolfram Köhli

Von Wolfram Köhli

Sa, 17. März 2018 um 23:03 Uhr

Volleyball

Mit dem 15. Sieg baute der VC Printus Offenburg seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf fünf Punkte aus. Zwei Partien vor Saisonende haben die Ortenauerinnen bereits eine Hand an der Meisterschale.

Die ersten Ballwechsel zeigten, mit welchem Selbstbewusstsein die Offenburgerinnen auf die Spielgerade der Saison eingebogen sind. Acht Angaben von Richarda Zorn, acht Punkte von fast sämtlichen Akteurinnen erzielt. Die Gefahr war für Neuwied nicht zu personalisieren, es war ein kollektives Erschrecken, das die Gäste um ihren Trainer Bernd Werscheck ereilte. Angefeuert von der begeisterten Kulisse hielten die Offenburgerinnen den Spannungsbogen konstant hoch. Schnell hatten sie nach dem 8:0 zehn Punkte Distanz zwischen sich und den phasenweise überforderten Ligasechsten gebracht. Nach dem 16:5 verhinderte ein kleiner Konzentrationsmangel des Favoriten ein schnelleres Ende des ersten Durchgangs. Zwei Auszeiten später stimmte die Richtung wieder. Mit dem zweiten von zehn Satzbällen wurde der 25:15 Satzerfolg nach nur 22 Minuten gesichert.

Unerwartete Spannung im zweiten Satz

Der zweite Durchgang sorgte erst einmal für Verwunderung in der Nordwest-Halle. Mehr als 600 Besucher erkannten ihr Team kaum wieder. Nicht, weilt es auf der anderen Seite des Feldes agierte. Die Dominanz der spielerischen Handlungen schien beim Seitenwechsel verloren gegangen. Beim 0:3 nahm Trainer Florian Völker die erste Auszeit, bei der technischen Auszeit lag der Favorit noch immer mit 6:8 zurück. Die Quittung für etwas weniger Druck im Abschluss. "Die Fehler haben mich nicht so sehr geärgert", sagte Völker später, "sie resultierten aus bewusst eingegangenem Risiko." Die individuelle Qualität der Gastgeberinnen reichte den Satz zu drehen, was beim 12:9 geschehen war. Ein Qualitätsabfall kennzeichnete dennoch diesen Durchgang. Das drückte sich spätestens beim 18:20 auch im Ergebnis aus. So bestätigte das Geschehen auf dem Feld Völker. "Der Gegner ist durchaus unbequem", gab Offenburgs Trainer im Vorfeld zu bedenken. "Sie ist sehr gefährlich, wenn sie ins Laufen kommt." Diesen befürchteten Lauf bremste der VCO am Samstag gerade noch aus. Dank wichtiger Punkte von Molly Kagagyaurov, die auch als wertvollste Spielerin ausgezeichnet wurde, blieb der Durchgang mit 25:23 in der Ortenau.

Nur acht Sätze in 16 Spielen verloren

Die im zweiten Satz aufblitzende Abwehrqualität des Gastes forderte Entschlossenheit bei Offenburg. Und mit dieser kam das Team aus der Pause zurück. Obwohl der Trainer nun zahlreiche personelle Varianten ausprobierte, zeigte sich seine Sechs auf dem Feld im finalen Durchgang recht stabil. Kontinuierlich baute die Mannschaft ihre Führung aus, gewann den Durchgang mit 25:21. So blieb es bei nur acht verlorenen Sätzen in 16 Spielen. Mehr als eine bemerkenswerte Randnotiz.

Am kommenden Samstag kann beim letzten Heimspiel die zweite Meisterschaft in drei Jahren gesichert werden. Gegner ist in der Nordwest-Halle der Tabellenachte SV Lohhof (19.30 Uhr). "Wir haben nur ein Ziel", rief Florian Völker dem Publikum zu, "mit euch alle am nächsten Samstag hier richtig Party zu machen."