Volleyball

VC Printus Offenburg siegt und siegt und siegt

Wolfram Köhli

Von Wolfram Köhli

So, 06. Januar 2019 um 00:19 Uhr

Volleyball

Als Nachzügler beendete der VC Printus Offenburg die Hinrunde der Zweiten Liga. Auch nach zwölf Spielen bleibt alles beim Alten. Der Primus dominiert und besiegt am Samstag den TSV 1860 Ansbach.

Es war die Begegnung zweier total unterschiedlicher Teams. Der Ligaprimus zeigte sich kleine Blöße und wurde vor allem durch eigene Personalrochaden gefordert. Der 3:0-Erfolg (25:14, 25:12, 25:14) am Samstag im Nachholspiel korrigierte das Bild in der Tabelle. Die Offenburgerinnen führen weiter unbesiegt mit sechs Zählern vor Neuwied, die bereits ein Spiel mehr bestritten haben.

Träger Start des Favoriten

Das Spiel begann erst einmal etwas träge. Das war der Spielweise der Mädels aus Ansbach geschuldet. Bereits im Vorfeld hatte Offenburgs Trainer Florian Völker so etwas geahnt, als er sagte, "dieser Gegner gibt uns besondere Aufgaben." Und er konkretisierte, die Spielanlage sei eigentlich untypisch für die heutige Zeit. Genau damit wusste sich der Vorletzte der Liga in Szene zu setzen. Es entwickelten sich ungewohnt lange Ballwechsel. Und bis zum 8:7 sah es auch aus, als solle das Konzept der Fränkinnen aufgehen. Ausgerechnet eine Nachwuchsspielerin brachte den Favoriten auf die richtige Bahn. Hannah Haas, vom Regionalligateam des VCO, servierte mit großer Präzision bis es 14:7 stand. Der Bann war gebrochen und der Satz beim 25:14 in trockenen Tüchern.

Trainer Völker probiert viele Varianten

Die körperlich unterlegenen Ansbacherinnen zeigten sich im zweiten Durchgang von der individuellen Qualität des Tabellenführers beeindruckt. Vor heimischem Publikum feierte Katrin Hahn ihr Debüt als Zuspielerin in der Startsechs. Sie hatte leicht zu gestalten, da der Aufsteiger von der Macht der Angaben von Pia Leweling so beschäftigt war, dass sich keine echte Gegenwehr mehr entwickelte. Beim 11:2 hatte nur der VCO die Punkte beigetragen. Zwei Netzangaben zählten für Ansbach. Auch im weiteren Verlauf kam nicht viel mehr. Dafür riss bei den Offenburgerinnen der Spannungsbogen – auch begünstigt durch muntere Personalrochaden. So ging Durchgang zwei mit 25:12 an die Gastgeber.

Der dritte Satz erhielt doch noch ein kleines Spannungsmoment, da sich Ansbach nicht kampflos geschlagen geben wollte und Offenburg mit verändertem Personal spielte. Zu verlieren hatten die Gäste ja nichts mehr. Sie befreiten sich ein wenig von den Hemmungen, die vor der sportlichen Übermacht der Offenburger und vor einer 500 Kehlen starken Kulisse bestanden hatte. Beim 16:13 kam noch Hektik bei Trainer Florian Völker auf. Aber die Möglichkeiten der Gäste waren letztlich doch zu stark eingeschränkt, um aus der Offenburger Verunsicherung mehr Profit zu schlagen. So blieb es beim Achtungserfolg, im letzten Durchgang nicht total untergegangen zu sein (25:14).