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08. Februar 2012

Allein mit sich und der Natur

Rucksacklauf über 100 km von Schonach zum Belchen.

SKILANGLAUF (BZ). Wenn die Kirchenglocke am Samstagmorgen in Schonach sieben Uhr schlägt, dann wird eine kleine Schar Unverdrossener auf die lange Reise von Schonach zum Belchen geschickt. Der Rucksacklauf über 100 Kilometer im klassischen Stil ist eines der letzten Skilanglauf-Abenteuer in Mitteleuropa. Wer es nicht so extrem mag, kann auch schon in Hinterzarten nach 60 Kilometern die Langlauflatten in die Ecke stelle. Die Streckenwahl kann auch noch unterwegs getroffen werden.

Nach dem Vorbild des norwegischen Birkebeiner-Rennens ist der Rucksack bei dem 100 Kilometer langen Abenteuerlauf im Schwarzwald unverzichtbares Untensil . Denn den bei Volksskiläufen üblichen Service gibt es beim Rucksacklauf nicht. Angesicht der extremen Minustemperaturen genießt der Kälteschutz in diesem Jahr oberste Priorität. Im Rucksack, dessen Gewicht an Start und Ziel sowie unterwegs kontrolliert wird, müssen dieses Mal neben der Verpflegung auch ein Anorak, Ersatzhandschuhe und Ersatzmützen verstaut werden.

Zeitlimits am Neueck, auf dem Thurner, in Hinterzarten und am Notschrei gewährleisten, dass nur gut trainierte Athleten die volle Distanz in Angriff nehmen. Besonders der Grüblesattel, mit 1420 Metern höchster Punkt der Strecke, verlangt den Läufern alles ab. Den Streckenrekord hält seit dem Jahr 1982 Olympiasieger Georg Thoma mit einer Zeit von 5:51 Stunden.

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Wie bei den vorangegangenen Rucksackläufen gibt es einen Teeservice am Neueck nach 25 Kilometern, am Thurner (40 km), in Hinterzarten (60 km) und am Notschrei (86 km). Das Gasthaus Martinskapelle (16 km) und der Gasthof Kalte Herberge (34 km) richten zudem vor ihren Gasthöfen eine Verpflegungsstelle ein.

Bisher liegen rund 200 Meldungen für den Rucksacklauf vor. Darunter sind Susanne Jährling aus Stockach (Siegerin 2010), Tobias Bach aus Breitnau (Sieger 2010), Jochen Burkart aus Offenburg (Sieger 2006) und Stefan Böhm aus Schopfheim (Sieger 2009). Nachmeldungen sind am Samstagmorgen möglich.

Mehr Informationen unter: http://www.fernskiwanderweg.de

Autor: bz