Aschermittwoch zum närrisch werden

Johannes Bachmann

Von Johannes Bachmann

Di, 13. Februar 2018

Nordische Kombination

Kombinierer Fabian Rießle vor der ersten von drei Medaillen?.

SKI NORDISCH (jb). Das Kopfkissen passt, weil es sein eigenes ist. Und die obligatorische Zeitumstellung hat Fabian Rießle (27) von der SZ Breitnau ein bisschen ausgetrickst. In einem ganz eigenen Zeitfenster leben der Nordische Kombinierer aus St. Märgen und seine Teamkollegen derzeit in Pyeongchang – nicht um acht, sondern nur um vier Stunden haben sie ihre Uhren vorgestellt, um den gefürchteten Jetlag abzumildern. Es ist eine Art Schwarzwaldzuschlag, wie ihn in diesen Tagen viele Narren erleben, die der Zeit von Dienstag an lieber hinterherhinken würden, weil ja das Ende der Ausgelassenheit naht: am Aschermittwoch. Fabian Rießle freut sich auf diesen Tag, weil es ein ganz besonderer werden könnte. Im Einzelwettkampf auf der kleinen Schanze (ein Sprung, 7 Uhr MEZ) und auf der zehn Kilometer langen Skatingpiste (Start 9.45 Uhr) zählt der Hochschwarzwälder, der in der Weltcup-Gesamtwertung als bester Deutscher auf Rang vier notiert ist, zum Favoritenkreis. Eine Medaille ist drin, wenn Rießle springt wie im Training, das er am Wochenende dominierte – und das ausgerechnet in seiner schwächeren Teildisziplin. Auf der Skatingpiste ist der Hochschwarzwälder kaum zu halten. Und wenn er läuft, wie Ende Dezember bei seinem Weltcup-Einzelsieg in Ramsau, ist alles möglich – nach Olympia-Bronze in Sotschi, diesmal vielleicht sogar … .

Und wenn nicht, warten zwei weitere Herausforderungen: am Dienstag, 20. Februar (11 Uhr) im Einzelwettkampf auf der Normalschanze und am Donnerstag, 22. Februar (8.30 Uhr) im Teamwettkampf.