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02. Dezember 2010
Das geht zu oft daneben
Biathlon: Deutsche beim Weltcup-Start schwach im Schießen.
ÖSTERSUND (sid). Ohne die kranke Magdalena Neuner haben die nervenschwachen deutschen Athletinnen die Podestplätze beim Weltcup-Auftakt der Biathleten klar verpasst. Im Kühlhaus von Östersund bewahrte Andrea Henkel über 15 Kilometer das deutsche Rumpfteam mit ihrem neunten Platz trotz drei Schießfehlern vor dem schwächsten Start der Geschichte. Anna-Carin Olofsson-Zidek bescherte Gastgeber Schweden einen umjubelten Heimsieg.
"Wir haben einfach zu viele Fehler geschossen, das kann niemand mehr rauslaufen", kommentierte Chef-Bundestrainer Uwe Müssiggang: "Wir haben halt eine neue Situation. Alle wollen besonders gut sein, da haben auch die Nerven eine Rolle gespielt. Magdalena Neuner ist ja leider zu Hause." Zudem war es das erste Rennen nach dem Karriereende von Kati Wilhelm, Simone Hauswald und Martina Beck – und für die neuen deutschen Hoffnungen war der Druck offenbar zu groß.
Nur die 33 Jahre alte Henkel brachte bei der Premiere des neuen Frauentrainer-Duos Ricco Groß und Gerald Hönig immerhin läuferisch ihre Leistung, war aber trotzdem unzufrieden. "Ich wollte beim Schießen auf Nummer sicher gehen – aber das ging noch nicht ganz so gut. Insgesamt können wir nicht zufrieden sein, aber wir sind noch steigerungsfähig", sagte die Thüringerin. Sie lag im Ziel 2:09,1 Minuten hinter der Siegerin. Dabei hatte sich die Schwedin im Zielraum noch verlaufen. "Das Ziel war diesmal woanders als im vergangenen Jahr. Aber ansonsten war es ein traumhaftes Rennen", sagte die 37-jährige Skandinavierin.
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Die wie im Vorjahr wegen einer Erkältung fehlende Doppel-Olympiasiegerin Neuner schaute das Rennen im Fernsehen und will beim zweiten Saison-Weltcup in Hochfilzen (10. bis 12. Dezember) ihr Comeback feiern. Am heutigen Donnerstag (17.20 Uhr/ARD) starten auch die Männer in den Biathlon-Weltcup.
Autor: dpa



