Knoll stark im neuen Format

Jürgen Ruoff

Von Jürgen Ruoff

Fr, 16. März 2018

Biathlon

Biathletin des SV Friedenweiler-Rudenberg wird beim Supersprint in Khanty-Mansiysk 4. und 15.

BIATHLON. Beim letzten IBU-Cup der Saison in Khanty-Mansiysk (Russland) wurde ein neues Biathlon-Rennformat getestet: der Supersprint. Es gibt ähnlich wie beim Skilanglaufsprint eine Qualifikation, in der 3x800-Meter zu laufen und zwei Fünferserien am Schießstand (drei Nachlader je Serie) abzugeben sind. Die 30 Zeitschnellsten qualifizieren sich für das Finale, das als Massenstartrennen über 5x800-Meter mit vier Schießserien (je drei Nachlader) ausgetragen wird. Annika Knoll (SV Friedenweiler-Rudenberg) war in Khanty-Mansiysk dabei und sagt: "Ich finde das Rennformat echt super. Es hat einen ganz eigenen Charakter, weil es zwei Rennen an einem Tag sind. Es gibt den starken Schützen die Möglichkeit, ihre Stärken auszuspielen. Aber es war auch ein extrem langer und anstrengender Tag."

Trefferbildverlagerung beim ersten Schießen

Die Qualifikation lief für die 24-Jährige aus dem Schwarzwald hervorragend. Mit 6,3 Sekunden Rückstand auf die schnellste Starterin aus Schweden belegte Annika Knoll als beste Deutsche den vierten Platz. "Im Finale hatte ich dann beim ersten Liegendschießen eine Trefferbildverlagerung, das war sehr ärgerlich", sagt die Biathletin des SV Friedenweiler. Sie brauchte alle drei Nachlader, um die fünf Scheiben abzuräumen. Sie fiel weit zurück und stand bei den nächsten Serien am Schießstand unter Druck. "Ich habe anschließend viel riskiert und konnte mich noch auf den 15. Platz verbessern", erzählt Annika Knoll.

Janina Hettich vom SC Schönwald beendete die Supersprint-Qualifikation auf dem 16. Platz, 38,7 Sekunden hinter der Zeitschnellsten. Im Finale erreichte sie als 19. das Ziel.

Beim Biathlon-Weltcup in Oslo zeigten Benedikt Doll (SZ Breitnau) und Roman Rees (SV Schauinsland) im Sprint solide Leistungen. Bronze-Medaillengewinner Doll blieb beim Liegendschießen ohne Fehler, im stehenden Anschlag ging ihm der erste Schuss weg. Mit 35,2 Sekunden auf den Überraschungssieger Henrik L’Abee-Lund aus Norwegen belegte der 27-jährige Doll den neunten Platz und behauptet sich damit unter den ersten zehn des Gesamtweltcups. Der Hofsgrunder Roman Rees traf sowohl liegend als auch stehend alle Scheiben und reihte sich als 13. ins Klassement ein. Sein Rückstand auf den Sieger betrug 43,5 Sekunden.