"Das war eine wackelige Angelegenheit"

Annemarie Zwick

Von Annemarie Zwick

Mi, 13. Dezember 2017

Skilanglauf

Skilangläufer Janosch Brugger von der WSG Schluchsee beim Continentalcup-Auftakt im französischen Jura auf Rang 30.

SKILANGLAUF (zwi). Janosch Brugger scheint schon gleich zu Saisonbeginn angekommen in der Männerklasse der Skilangläufer. Der 20-jährige Lenzkircher, der für die WSG Schluchsee startet, lief beim ersten Continentalcup (COC) des Winters in Frankreich unter 71 platzierten Männern auf Rang 30. Somit ließ er mehr als die Hälfte seiner Konkurrenten hinter sich. In Prémanon-Les Tuffes im Jura lief er am Samstag bei leichtem Schneefall und minus sieben Grad nach harten 15 Kilometern im klassischen Stil nach 45:54,2 Minuten ins Ziel. Sein Rückstand auf den französischen Sieger Ivan Perrillat Boiteux betrug 2:07,3 Minuten. Bruggers B-Kaderkollege Thomas Wick (SC Motor Zella-Mehlis/44:11,15) schaffte als Dritter und Bester der sechs deutschen Männer den Sprung aufs Siegerpodest.

Der Hochschwarzwälder, der im vergangenen Januar Juniorenweltmeister im Sprint geworden war, war der Viertschnellste des DSV-Teams und des Jahrgangs 1997. In der Nacht auf Samstag hatte es extrem geschneit. Das Frauen-Rennen zuvor bei Schneefall hatte der Spur stark zugesetzt, "so war es eine wackelige Angelegenheit", berichtet Janosch Brugger. Dass es nach Hälfte der Distanz wieder zu schneien begann, machte die Aufgabe nicht leichter. Er sei "von Anfang an nur schwer ins Laufen gekommen", doch bei der ersten harten Belastung nach seinem krankheitsbedingten Trainingsausfall (die BZ berichtete) sei das nicht verwunderlich. Auf dem letzten Kilometer konnte der 20-Jährige sich dann voll belasten, "aber da war es ja zu spät".

Das für Sonntag geplante Rennen über 15 Kilometer Skating fiel aus, weil es stürmte: "Es hat gegraupelt und geregnet und das waagrecht. Der Wind war so stark, dass es unsere Techniker auf der Loipe fast weggeblasen hat", schildert Janosch Brugger die Verhältnisse. Er ist zuversichtlich, dass "mit jedem Rennen mehr Routine reinkommt" und er dann wieder sein volles Potenzial abrufen kann. Die nächste Gelegenheit dazu bekommt er am Wochenende: Von Freitag an wird in St. Ulrich im Pillerseetal (Österreich) der nächste Continentalcup mit drei Wettkämpfen ausgetragen.