Skicross, Snowboardcross

Die besten Wintersportler der Welt im Schwarzwald zu Gast

Andreas Strepenick

Von Andreas Strepenick

So, 29. Januar 2017 um 11:08 Uhr

Wintersport

Wenn der Schnee den Schwarzwäldern noch eine Weile erhalten bleibt, gibt’s jetzt drei Doppel-Weltcups: Skicrosser, Snowboardcrosser und Nordische Kombinierer werden zu Gast sein.

Der Schwarzwald, ein Wintermärchen: Oben auf dem Feldberg war die Welt des Wintersports am Samstag noch in Ordnung. Für den ersten der drei Doppel-Weltcups, das Debüt der Skicrosser am Seebuck, gab der Ski-Weltverband (FIS) daher auch wie erwartet Grünes Licht. Am 4. und 5.Februar, also nächsten Samstag und Sonntag, bolzen die weltbesten Crosserinnen und Crosser bis zu 100 Stundenkilometer schnell auf einem eigens für sie modellierten Kurs zu Tal. Sie springen jeweils zu viert bis zu sechs Meter hoch und 50 Meter weit. Das ist spektakulär anzuschauen – und besonders bei jungen Wintersportfans beliebt.

Die Skicrosser debütieren im Hochschwarzwald

Erstmals überhaupt wird die Freestyle-Variante im Hochschwarzwald zu sehen sein. Mit am Start: Skicrosserin Daniela Maier vom SC Urach, einem kleinen Verein nördlich von Titisee-Neustadt. Die 20-Jährige, die in Furtwangen groß wurde, hat im Dezember mit einem dritten Platz im französischen Val Thorens erstmals bewiesen, dass sie es in den Heats, wie die Rennen genannt werden, sehr weit nach vorn schaffen kann.

50 000 bis 60 000 Kubikmeter Schnee

Maier ist ein neues Top-Talent aus dem Schwarzwald – und auch eine Kandidatin für die Olympischen Winterspiele des Jahres 2018 im südkoreanischen Pyeongchang. Geht alles nach Plan, bleiben die 50 000 bis 60 000 Kubikmeter Schnee, die im Augenblick in Tag- und Nachtarbeit für die Spezialpiste am Seebuck verbaut werden, auch nach den Weltcups der Skicrosser schön liegen. Denn schon eine Woche später soll der nächste Trendsport am Feldberg Tausende von Wintersportfans begeistern.

Mitte Februar kommen die Snowboardcrosser

Am 11. und 12. Februar gleiten die weltbesten Snowboardcrosser zu Tal. Vorausgesetzt, die FIS gibt auch für diese Wettkämpfe den Startschuss. Im Schwarzwald drücken alle die Daumen. "Die FIS entscheidet am Dienstag", sagte Stefan Wirbser, der Präsident des Skiverbands Schwarzwald (SVS), der Badischen Zeitung.

Vor einem Jahr schon 5000 Zuschauer

Vor einem Jahr hatten die Snowboarder auf dem Feldberg zum ersten Mal im Schwarzwald ihren packenden Sport gezeigt. 5000 Zuschauer kamen, und Tausende unterbrachen ihre ganz privaten Wintersport-Freuden rund um den Feldberg, um ebenfalls eine Weile lang zuzuschauen. Aus regionaler Sicht wird diesmal besonders auf den Konstanzer Paul Berg zu achten sein. Er ist als Athlet des SVS Lokalmatador.

Kann der Fluch von Schonach gebannt werden?

Dann heißt es noch einmal fünf Wochen warten, bis die Weltelite der Nordischen Kombinierer in Schonach ihre Saison beschließt. Der ganz spezielle Mix aus Skispringen und Skilanglauf könnte wieder 10000 Zuschauer anlocken. Zumal die deutschen Kombinierer noch nie so gut waren wie in diesem Winter und den Schonach-Fluch endlich bannen könnten. Zuletzt gewann im Jahr 1987 ein Deutscher den Schwarzwaldpokal. Es war Hubert Schwarz. Das ist nun drei Jahrzehnte her.