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05. April 2012

Ein verwegener Hund aus Wehr

Skirennläufer Tristan Wehrle hofft auf Sprung in D/C-Kader.

SKI ALPIN (mat). Wenn ein ausgewachsener Kerl in Bikinihöschen die Schwimmprüfung absolviert oder ungerührt zu Tschaikowskis Schwanensee Ballett tanzt, steckt manchmal ein alpiner Skirennläufer dahinter. Ein bisschen verrückt muss man schon sein, um sich furchtlos und energiegeladen vereiste Steilhänge hinabzustürzen. Am Skiinternat Oberstdorf gibt’s solche verwegenen Hunde gleich dutzendfach. Einer davon ist Tristan Wehrle. Der 17-jährige Rennläufer aus Wehr fühlt sich inmitten der besten Jugendfahrer aus Baden-Württemberg und dem Allgäu pudelwohl. Das schlug sich in der gerade abgelaufenen Saison auch in seinen Leistungen nieder.

Zum Ende des Rennwinters erreichte Wehrle beim Städte-FIS-Rennen in Hindelang noch einmal ein hervorragendes Resultat. Als 17. des Gesamtklassements und Vierter der Jugendklasse 16 lag der Fahrer des SC Wehr nach zwei Durchgängen lediglich zweieinhalb Sekunden hinter dem Zweitplatzierten, Weltcupfahrer Stefan Luitz (Bolsterlang), zurück. Mit einem Punkteschnitt von 50,30 im Riesenslalom und 53,25 im Slalom konnte der frühere deutsche Schülermeister die Werte aus dem Vorjahr deutlich verbessern. "Ich habe zwar die 50er Marke nicht ganz knacken können, doch insgesamt gehe ich mit einem positiven Gefühl aus der Saison", sagt das Talent vom Hochrhein.

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Ob es zu einer Aufnahme in den deutschen D/C-Kader reicht, hängt vom Votum der Trainer ab und ist noch nicht entschieden. Der Kaderstatus erleichtert die Teilnahme an Lehrgängen und hilft auch finanziell. Möglicherweise wird Wehrle vor den ersten Schneetests im Kaunertal in drei Wochen noch an der schmerzenden Ferse operiert.

Autor: mat