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07. Februar 2012

EINWURF: Zwischen Tor und Toilette

In Fahl fehlt für Skirennläufer ein wohltemperierter Raum.

Es ist ja nicht so, dass Skirennläuferinnen ein gespaltenes Verhältnis zur Natur hätten. Slalom und Riesentorlauf sind nun mal Freiluftsport, weshalb sich deren Expertinnen vorzugsweise draußen aufhalten. Wenn die Temperatur aber mal minus 20 Grad erreicht, dann sehnt die Rennläuferin nach vollbrachter Talfahrt nicht nur Tee und Jacke, sondern auch einen beheizten Unterschlupf herbei. Wenigstens für die Warterei zwischen den Durchgängen. Bei der deutschen Juniorenmeisterschaft am Ahornbühl zählte für die 60 Teilnehmerinnen deshalb der Satz: "Wer zu spät kommt, der muss im Treppenhaus vor den Toiletten hocken." Denn der Aufenthaltsraum der Skiliftgesellschaft Feldberg-Fahl, der bei der beißenden Kälte als provisorischer Zufluchtsort magnetische Anziehungskraft ausübte, war ruckzuck überfüllt. So machte der deutsche Cheftrainer Martin Osswald bei den vom SC Todtnau überzeugend ausgerichteten Titelkämpfen nur in diesem Punkt Abstriche: "Schade, dass hier ein Pausenraum für Athleten und Verantwortliche fehlt."

Für den Skiverband Schwarzwald mit dem Feldberger Bürgermeister Stefan Wirbser an der Spitze ist dieses Manko nicht neu. Man könnte auch schnell Abhilfe schaffen. "Über dem Flachdach der Talstation ist Platz und an Anschlüssen alles vorhanden", sagte Daniel Herrmann, der Vorsitzende des SC Todtnau. Allein, es fehlen die Mittel. Für wettkampfbedingte Infrastruktur gibt es keine Zuschüsse, erklärte Wirbser. Nun wäre so ein wohltemperierter Raum mit vier Wänden und einem Dach sicher auch im Schüler- und Jugendtraining ein toller Treffpunkt zum Durchatmen. Und das nicht nur bei minus 20 Grad. Einstweilen fehlt es in Fahl aber an Raum für kuschelige Wärme zwischen (Riesen-) Tor und Toilette.

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Autor: Matthias Kaufhold