"Es war ein extrem hartes Stück Arbeit"

Annemarie Zwick und Johannes Bachmann

Von Annemarie Zwick & Johannes Bachmann

Mo, 05. Februar 2018

Skilanglauf

Janosch Brugger bei U23-WM im Skiathlon auf Rang 19 / JWM-Gold für das Springerteam, Silber für die Kombinierer-Mannschaft.

SKI NORDISCH. "Es war ein extrem hartes Stück Arbeit." Das sagt Janosch Brugger (WSG Schluchsee) über den Skiathlon, seinem dritten und letzten Wettkampf bei der U23-Weltmeisterschaft der Skilangläufer in Goms (Schweiz). Der Lenzkircher startete stark und wechselte nach 15 Kilometern im klassischen Stil als Elfter auf die Skatingski. Damit war der einzige Deutsche im Feld der 57 Starter sehr zufrieden: "Ich bin gut mitgelaufen."

Im Verlauf der zweiten Rennhälfte machte sich die ungewohnt lange Distanz bemerkbar, auf der zudem 1200 Höhenmeter zu überwinden waren. "Irgendwann war der Tank leer", sagt der 20-Jährige. Auf der vorletzten der zwölf 2,5 Kilometer langen Runden fiel er vom 15. auf den 19. Platz zurück. Diesen behauptete er auf der Schlussrunde und schaffte somit eine Platzierung im ersten Drittel des Felds. Nach 1:22:07,3 Stunden lag der Hochschwarzwälder im Ziel 3:52,4 Minuten hinter dem russischen Sieger Denis Spitsow, der über 15 Kilometer schon Silber gewonnen hatte.

Janosch Bruggers Fazit seiner ersten WM in der Männerklasse fiel positiv aus: "Ich hab' einen ganz guten Einstieg gehabt." Bei drei Starts - ein höheres Pensum als beispielsweise der Vizeweltmeister und der Drittplatzierte im Skiathlon - erlebte er gleich "zwei Highlights": die nicht erwartete Halbfinal-Teilnahme im Sprint und Rang sieben im Einzelrennen über 15 Kilometer klassisch. In beiden Disziplinen könne er sich in den nächsten Jahren "noch mehr ausrechnen", so die Erwartung des Sprint-Juniorenweltmeisters von 2017. Dass er das "interne Duell" gegen Freundin Pia Fink in jedem Rennen verlor, kann der Lenzkircher leicht verschmerzen, freute er sich doch mit ihr über gleich zwei vierte Plätze im Skiathlon und über zehn Kilometer klassisch, wo sie Bronze nur um 2,2 Sekunden verpasste - "sehr bitter". Vor dem nächsten Wettkampf haben beide "jetzt erst mal ein, zwei Wochen Luft".

Luca Roth, 17-jähriger Skispringer des SV Meßstetten, war mit gesundem Selbstvertrauen zur Junioren-Weltmeisterschaft angereist: "Bei einer Weltmeisterschaft ist alles möglich." Allerdings leider nicht für Roth. Sowohl im Einzelspringen als auch im Teamwettkampf kam der hochaufgeschossene Weitenjäger, der am Skiinternat Furtwangen ausgebildet wird, auf der Schanze im schweizerischen Kandersteg nicht zum Einsatz und verpasste damit eine mögliche Goldmedaille. Im Teamspringen gewannen Philipp Raimund vom SC Oberstdorf, Justin Lisso (Schmiedefeld), Cedrik Weigel (Nickelhütte Aue) und Constantin Schmid vom WSV Oberaudorf den Junioren-WM-Titel vor dem österreichischen Quartett und dem polnischen Springerteam. Ein Coup, der sich schon im Einzelwettbewerb angedeutet hatte: Konstantin Schmid gewann mit 105 und 99,5 Meter weiten Sprüngen die Silbermedaille, Raimund Philipp landete auf Rang neun, Cedrik Weigel wurde als 16. notiert.

In der Nordischen Kombination gewann Constantin Schnurr vom SV Baiersbronn, der am Skiinternat Furtwangen trainiert, Team-Silber im Wettkampf über 4x5 Kilometer. Im Einzelwettkampf (ein Sprung, zehn Kilometer Skating) sprang der Baiersbronner zuerst auf Rang 13, fiel dann aber auf der anspruchsvollen Skatingpiste auf den 20. Platz zurück.