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17. April 2012

Freche Tricks und coole Slides im Schneesturm

Der 15-jährige Hinterzartener Luis Eckert wird deutscher Slopestyle-Vizemeister und Dritter der Chill-and-Destroy-Tour.

  1. Im Winter zu Hause ist Luis Eckert. Der 15-jährige Hinterzartener sicherte sich mit Tricks wie dem 50/50-BS-Shifty-off an der Wall beim Chill-and-Destroy-Finale in Oberstdorf Rang drei. Foto: mohaupt

SNOWBOARD (nad/BZ). Es ist nun knapp zwei Monate her, dass sich der 15-jährige Snowboarder Luis Eckert aus Hinterzarten auf dem Feldberg bei der sogenannten "Chill and Destroy Tour" den Sieg sicherte. Als einer der Jüngsten im Feld sicherte er sich aber nicht nur den ersten Platz beim "Feldberg Shred", sondern im März auch Rang drei beim "Shred King Salober" in Österreich. Damit gelang Eckert der Sprung ins Finale am Fellhorn in Oberstdorf. Bei Schneesturm und Nebel beeindruckte der Schüler aus dem Hochschwarzwald an Ostern im Feld der 40 Teilnehmer die Jury nachhaltig.

Snowboarder haben, wenn es um die Kennzeichnung ihrer Wettbewerbe geht, mit der deutschen Sprache wenig im Sinn. Englisch ist Verkehrssprache bei der Beschreibung dessen, was auf dem Board gezeigt wird. An der Wall-Box zeigte Luis Eckert einen sogenannten 50/50-BS-Shifty-off und am Stairset Sprünge mit Drehungen wie einen 180-Hardway-five- 180-off und einen 180-to-Bluntslide-270-off. Wegen der schlechten Wetterbedingungen und des starken Windes wurden am Nebelhorn aber keine Kicker befahren – das Verletzungsrisiko wäre zu hoch gewesen. Es entstand somit eine Jam-Session, in der über alle Elemente gefahren werden konnte, außer über Kickers. Luis Eckert, der eigentlich ein beeindruckender Kickerfahrer ist und dazu noch startberechtigt für die Kids-Wertung ist, besann sich auf seine Jib-Künste und startete frech in der Kategorie "Men", also mitten im Feld wilder junger Männer.

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Mit einer FS-to-BS-Boardslide-Combo an der Wall-Box und einer darauf folgenden 180-on-Bluntslide-270-off-Combo sicherte sich der junge Hinterzartener Rang drei in diesem Wettbewerb und belegte damit auch in der Gesamtwertung der Chill and Destroy Tour den dritten Platz. Damit nicht genug, wurde Luis Eckert deutscher Vizemeister in der Kategorie Slopestyle.

Deutscher Meister und Zweiter beim Contest wurde der Freiburger Matze Vogt. Phillipp Scherzinger, ebenfalls aus Freiburg, belegte den fünften Platz. Somit konnten die Schwarzwälder einen gebührenden Eindruck im verschneiten Oberstdorf hinterlassen. An der Chill and Destroy Tour nahmen in dieser Saison rund 600 Snowboarder teil, die sich in insgesamt neun Tourstopps für das Finale qualifizieren konnten. 2013 feiert die Chill and Destroy Tour ihr zehnjähriges Bestehen.

Autor: nad


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