Furchtlos zur zweiten Medaille

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Von dpa

So, 18. Februar 2018

Skispringen

Der Sonntag Olympia Skispringer Andreas Wellinger holt Silber von der Großschanze.

Freudestrahlend winkte Andreas Wellinger ins Publikum von Pyeongchang, dann sprang er ein weiteres Mal kraftvoll auf dem Siegerpodest in die Höhe. Genau eine Woche nach seiner Goldmedaille von der Normalschanze hat der 22 Jahre alte Bayer von der Großschanze Silber gewonnen und sich in einer packenden Entscheidung nur dem überragenden Kamil Stoch geschlagen geben müssen. Nach Flügen auf 135,5 und 142 Meter freute sich Wellinger über seinen nächsten olympischen Coup.

"Die Spiele bis jetzt sind unbeschreiblich. Dass ich wieder zur Siegerehrung darf, ist der absolute Wahnsinn", sagte Wellinger. "Es waren zwei Top-Sprünge. Es ist ein Riesenerfolg für den jungen Burschen und für das ganze Skisprung-Deutschland", lobte Bundestrainer Werner Schuster. "Gold und Silber im Einzel. Es ist cool, ihm zuzuschauen. Der zweite Sprung war genial. Er hat es spannend gemacht", sagte Teamkollege Richard Freitag, der mit Rang neun erneut an den vorderen Rängen vorbeisprang. Bronze holte sich der Norweger Robert Johansson, der schon auf der Normalschanze den dritten Platz belegt hatte. Für Stoch war es nach Doppel-Gold von Sotschi bereits der dritte Olympiasieg und wenige Wochen nach dem historischen Vierfachsieg bei der Tournee der nächste große Höhepunkt einer Traum-Saison. "Wenn man schon einen Olympiasieg hat, muss man sich nicht fürchten", hatte Coach Werner Schuster geraten. Entsprechend trat auch Wellinger auf, Nach seinem nächsten Edelmetall kann er ebenfalls auf eine stattliche Olympia-Ausbeute verweisen. Es war trotz seines jungen Alters schon die dritte Medaille seiner Karriere.

Und das muss noch nicht das Ende gewesen sein. Schließlich wartet am Montag noch der Teamwettbewerb, den Wellinger und Co. vor vier Jahren gewonnen hatten. "Wenn jeder die Leistung bringt, müssen sich die Anderen lang machen, um uns zu schlagen", sagte er dpa