Genugtuung in Hakuba

Johannes Bachmann

Von Johannes Bachmann

Mo, 05. Februar 2018

Nordische Kombination

Tobias Simon von der SZ Breitnau Weltcup-Elfter.

SKI NORDISCH (jb). Olympia dürfen die Nordischen Kombinierer Manuel Faißt vom SV Baiersbronn und Tobias Simon von der SZ Breitnau wie Millionen Menschen nur vor dem Fernsehschirm erleben. Faißt hatte vor zwei Wochen das teaminterne Duell um das fünfte Olympiaticket gegen Björn Kircheisen verloren. Es ist eine herbe Enttäuschung für den 25-Jährigen, der in Freiburg lebt. Doch Sport besteht nun mal aus Rückschlägen. Und so macht Faißt weiter. Beim Weltcup der Nordischen Kombinierer im japanischen Hakuba sprang und lief er am Samstag auf Rang drei und feierte damit sein bestes Weltcup-Ergebnis in dieser Saison. Am Sonntag wurde Faißt auf Rang fünf notiert – in Abwesenheit der Teamkollegen Fabian Rießle (SZ Breitnau), Vierfach-Weltmeister Johannes Rydzek (Oberstdorf), Eric Frenzel (Oberwiesenthal) und Björn Kircheisen, die sich am Wochenende in Oberstdorf mit intensiven Trainingseinheiten auf die Olympischen Spiele einstimmten.

Dass er ein Könner ist und in anderen Nationalteams wohl permanent zum Weltcup-Aufgebot zählen würde, bewies in Hakuba Tobias Simon von der SZ Breitnau. Im ersten Wettkampf landete der 25-jährige Hochschwarzwälder auf Rang 20 und steigerte sich am Sonntag deutlich. Nach einem 118 Meter weiten Sprung ging Simon als Sechster in die Spur, kämpfte auf der Skatingpiste famos und lief mit 1:15 Minuten Rückstand auf den Norweger Jan Schmid, der bei Olympia ein Kandidat für Gold ist, auf Rang elf.