Janosch Brugger bei Tour de Ski

Annemarie Zwick

Von Annemarie Zwick

Fr, 22. Dezember 2017

Skilanglauf

Lenzkircher Langläufer startet erneut im Weltcup.

SKILANGLAUF (zwi). Das ist ein Knaller: Janosch Brugger wurde vom Deutschen Skiverband (DSV) für die Tour de Ski nominiert, die am 30. Dezember in Lenzerheide (Schweiz) beginnt und sieben Etappen umfasst. Der 20-jährige Lenzkircher aus dem B-Kader ist der jüngste der 20 gemeldeten deutschen Langläufer und -läuferinnen. Der Juniorenweltmeister im Sprint empfahl sich zu Beginn seines ersten Jahres in der Männerklasse mit guten Leistungen im Continentalcup (COC), der zweiten Liga im Skilanglauf. Zuletzt überzeugte er in St. Ulrich (Österreich) mit Rang sechs über 15 Kilometer klassisch, tags darauf wurde er 22. beim Massenstart über 15 Kilometer Freistil. Ein strapaziöses Programm mit drei Rennen binnen drei Tagen erwartet den Hochschwarzwälder nun auch in Graubünden: Auf den Freistil-Sprint folgen an Silvester und Neujahr zwei Distanzrennen über jeweils 15 Kilometer. Seine Weltcup-Premiere erlebte Janosch Brugger im vergangenen März als 58. des Sprint-Prologs in Drammen (Norwegen).

"Ein Weltcup ist ein Rennen wie jedes andere auch, nur mit anderer Besetzung" und viel mehr Drumherum, sagt der Lenzkircher, der für die WSG Schluchsee startet, gelassen. Deshalb will er in Lenzerheide "einfach laufen, so wie ich kann, dann passt das schon". Gestern fuhr er von Füssen, wo er mit Freundin und Tour-Teilnehmerin Pia Fink wohnt, erst mal wie geplant nach Hause, um mit der Familie Weihnachten zu feiern. Er soll "trainieren, wie’s geht" neben den Feierlichkeiten, hat Bundestrainer Janko Neuber ihm mit auf den Weg gegeben. Über einen möglichen Start bei der Tour de Ski hatten beide schon seit Saisonbeginn geredet, verrät Brugger. Seine Auftritte beim COC im Pillerseetal haben Neuber überzeugt: "Okay, die Leistung passt" – das war das Tour-Ticket für das Riesentalent aus dem Schwarzwald. Bei seinem ersten Etappenrennen im Weltcup will er "von Tag zu Tag schauen", wie’s läuft. Beim Sprint und Massenstart in Oberstdorf am 3. und 4. Januar ist er dabei, das brutale Tour-Finale in Val di Fiemme bleibt ihm noch erspart.