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29. März 2012

Schach auf dem Eis

Curling verlangt Präzision – eine Spielanleitung.

Curling ist seit 1998 olympisch. Bei dem Sport ist nicht nur Präzision bei der Steinabgabe und beim Wischen gefragt, sondern auch taktische Raffinesse. Eine Spielanleitung mit Hilfe der wichtigsten Begriffe.

Spiel: Ein Spiel dauert zehn Ends, also zehn Durchgänge. Pro End erhält die Mannschaft für jeden Stein, der näher am Zentrum liegt als der beste gegnerische Stein, einen Punkt. Am Ende gewinnt das Team mit den meisten Punkten. Bei Gleichstand werden so lange Zusatzends gespielt, bis eine Mannschaft gewinnt.

Steine: Die Steine werden bei der Abgabe in eine leichte Drehbewegung versetzt – den curl. Sie rutschen dann in einer Kurve in Richtung der Drehung über das Eis. So können bereits auf der Spielfläche liegende Steine umspielt werden.

Besen: Früher, als Curling im Freien gespielt wurde, diente der Besen dazu, das Eis von Laub und Schnee zu befreien. Heute werden allerdings keine normalen Besen mehr verwendet, sondern Kissenbesen, die Stoff- oder Kunststoffkissen anstatt von Haaren haben.

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Wischen: Durch das Wischen wird die Reibung zwischen dem Eis und dem Stein reduziert. Einerseits wird dadurch die Kurve gestreckt und andererseits kann die Laufdistanz des Steins verlängert werden. Es darf generell nur vor den eigenen Steinen gewischt werden, auch vor Steinen, die von anderen angestoßen wurden. Der Skip, der Teamkapitän, oder sein Stellvertreter können gegnerische Steine hinter der Tee-Line wischen.

Spielfeld: Das Spielfeld – das Rink – ist 45,72 Meter lang, knapp fünf Meter breit und aufgeteilt in verschiedene Zonen. An jedem Ende des Rinks liegt das sogenannte Haus, markiert durch blaue und rote Kreise. Da Curling immer abwechselnd von einer auf die andere Seite gespielt wird, gibt es pro Rink zwei Häuser. Die Center-Linie geht durch beide Häuser und endet an den Abspielplätzen, den sogenannten Hacks. Die Tee-Linie ist 17,35 Meter von der Mitte des Spielfelds entfernt. Dort, wo Tee-Linie und Center-Linie sich schneiden, ist das Zentrum, der Dolly. Von diesem Zentrum aus als Mittelpunkt werden vier konzentrische Kreise gezogen. Zudem gibt es zwei Hog-Linien. Die Spieler müssen die Steine deutlich vor der näheren Hog-Linie loslassen. Steine, die nicht vollständig die entferntere Hog-Linie überqueren, sind ungültig.



Spieler:
Ein Team besteht aus vier Spielern, jeder spielt abwechselnd mit seinem Gegenspieler zwei Steine. Der erste Spieler – der Lead – hat die Aufgabe, seine Steine möglichst so zu platzieren, dass sie entweder im Haus liegen und weggespielt werden müssen oder vor dem Haus liegen und ein Hindernis für den Gegner darstellen. Der zweite Spieler versucht, die gegnerischen Steine aus dem Weg zu räumen. Der Dritte spielt Stein fünf und sechs, der vierte Spieler die letzten beiden Steine. Diese Aufgabe ist besonders anspruchsvoll und wird meistens vom Skip übernommen. Er legt auch die Taktik fest, indem er mit dem Besen anzeigt, wohin die Spieler zielen sollen.

Autor: Laetitia Obergföll